Samstag, 21. März 2026

1,6 Milliarden Euro im Kampf gegen kriminelle Vereinigungen beschlagnahmt

Mafia-Verdacht: Im Jahr 2025 hat die Finanzpolizei in Italien Vermögenswerte in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro beschlagnahmt und Ermittlungen gegen insgesamt 7.442 Personen geführt. Die beiden großen Branchen der organisierten Kriminalität: Drogenhandel und Unterwanderung des legalen Wirtschaftsnetzwerkes.

Im Jahr 2025 hat die Finanzpolizei in Italien Vermögenswerte in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro beschlagnahmt und Ermittlungen gegen insgesamt 7.442 Personen geführt.




Neben den tatsächlich beschlagnahmten Geldern wurden im Laufe des Jahres Beschlagnahmen von Vermögenswerten im Umfang von über 3,3 Milliarden Euro bei der Justiz beantragt.



Um zu verhindern, dass kriminelle Netzwerke in die legale Wirtschaft eindringen, führten die Finanzpolizisten im Laufe des vergangenen Jahres 66.000 Kontrollen in Unternehmen und auf Baustellen durch.

33 Tonnen Rauschgift sichergestellt

Erfolge gab es zudem im Kampf gegen den Drogenhandel: Mehr als 33 Tonnen Rauschgift wurden sichergestellt, über 800 Personen angezeigt. Zusätzlich beschlagnahmte die Finanzpolizei Vermögenswerte von mutmaßlichen Drogenhändlern in Millionenhöhe.


Die bedeutendsten Ergebnisse im Kampf gegen die organisierte Kriminalität im Jahr 2025 fuhren die Finanzpolizisten bei mehreren groß angelegten Einsätze in verschiedenen Teilen Italiens ein.




In Reggio Calabria wurden Vermögenswerte in Höhe von 140 Millionen Euro bei fünf Unternehmern eingezogen, die mit der ’Ndrangheta zusammengearbeitet haben sollen. Sie sollen ihre Firmen zur Geldwäsche der Gewinne aus einem groß angelegten Steuerbetrug im Erdölsektor zur Verfügung gestellt haben.


Weitere 90 Millionen Euro wurden in Sizilien beschlagnahmt, aber auch im Norden blieb die Justiz nicht untätig: In Brescia wurden 24 Personen festgenommen, die Teil eines internationalen Drogenrings gewesen sein sollen. Die Organisation soll vor allem Kokain aus Südamerika über Handelsschiffe nach Europa geschmuggelt und anschließend per Lkw nach Italien transportiert haben. Dabei wurden auch Vermögenswerte in Höhe von rund drei Millionen Euro sichergestellt.

In Triest schließlich wurde gegen eine kriminelle Vereinigung ermittelt, die im illegalen Müllhandel tätig gewesen sein soll. Im Zuge der Ermittlungen wurden Vermögenswerte in Höhe von 92 Millionen Euro beschlagnahmt. Insgesamt waren elf Personen und sechs Unternehmen in den Fall verwickelt.

stol

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