Damit wurden auch die übrigen fünf Vermissten nur noch tot geborgen, nachdem chinesische Staatsmedien zunächst von 20 Toten berichtet hatten. Die Rettungsarbeiten liefen den Berichten zufolge bis zum frühen Abend (Ortszeit). Wie der Frachter in Brand geriet, war zunächst unklar.
Ein von Xinhua veröffentlichtes Bild vom Ort des Geschehens zeigt die „Ocean Melody“ als das betroffene Schiff. Nach Daten des Finanzdienstleisters LSEG handelt es sich dabei um einen 20 Jahre alten Massengutfrachter, der unter der Flagge Liberias fährt. Das Schiff liegt seit dem 31. August in der Werft in Qingdao.
Chinas Präsident Xi Jinping hatte dem Bericht zufolge verstärkte Such- und Rettungsmaßnahmen gefordert. Zudem habe er eine zügige Untersuchung des Vorfalls sowie die Bestrafung der Verantwortlichen verlangt. In der Regel meldet sich Xi nur bei großen Unglücken zu Wort und fordert, wie auch im Fall in Qingdao, wichtige Lehren aus den Vorfällen zu ziehen. Zuletzt hatte Xi ähnlichen Anweisungen nach der tödlichen Sturzflut an der Grenze zwischen der autonomen Region Tibet und Nepal gegeben.
Die Werft Qingdao Beihai wird von der staatlichen China State Shipbuilding Corporation (CSSC) kontrolliert, einem der weltweit größten Schiffbauer. CSSC bezeichnet sich selbst als wichtigsten Schiffbauer der chinesischen Marine und zudem als größten Entwickler und Konstrukteur von Schiffen sowie Offshore-Anlagen des Landes.


