Samstag, 27. Juni 2026

89 Steuerhinterzieher und 1.000 Schwarzarbeiter aufgeflogen

Zwischen 1. Jänner 2025 und 31. Mai 2026 führten die Beamten der Finanzpolizei in Südtirol mehr als 3.600 Kontrollen sowie rund 250 finanz- und wirtschaftspolizeiliche Ermittlungen durch. Im Bereich der Steuerkontrollen wurden 89 Steuerhinterzieher sowie nahezu 1.000 Schwarzarbeiter oder irregulär Beschäftigte aufgedeckt. Gegen 185 Arbeitgeber wurden Anzeigen erstattet.

Die Finanzpolizei hat 89 Steuerhinterzieher sowie nahezu 1.000 Schwarzarbeiter aufgespürt (Symbolbild). - Foto: © APA/dpa / Monika Skolimowska


Im Bereich der internationalen Besteuerung deckte die Finanzpolizei 19 Fälle von Steuerhinterziehung mit einem Gesamtvolumen von mehr als 55 Millionen Euro auf. Dabei handelte es sich um sogenannte Scheinauslandsverlagerungen von Unternehmen. Insgesamt wurden mehr als 200 Personen wegen Steuerdelikten angezeigt, drei davon festgenommen. Die beschlagnahmten Vermögenswerte belaufen sich auf rund 14,5 Millionen Euro.



Bei der Kontrolle öffentlicher Ausgaben und der Mittel aus dem Aufbau- und Resilienzplan (PNRR) wurden Betrugsfälle im Ausmaß von mehr als 18 Millionen Euro aufgedeckt. Mehr als 50 Personen wurden angezeigt. Der dem Rechnungshof gemeldete Schaden für die öffentliche Hand übersteigt zehn Millionen Euro. Zudem konnten Geldwäschetransaktionen im Umfang von 23 Millionen Euro aufgedeckt werden.

Im Bereich der Vermögensabschöpfung wurden Antimafia-Beschlagnahmen im Wert von mehr als 15 Millionen Euro beantragt. Intensiv war auch der Einsatz gegen den Drogenhandel. Insgesamt beschlagnahmte die Finanzpolizei mehr als 977 Kilogramm Rauschgift. Dabei wurden zwölf Personen festgenommen und 100 angezeigt.

Auch die Bergrettung der Finanzpolizei war stark gefordert: die fünf Stationen des Bergrettungsdienstes (SAGF) führten gemeinsam mit der Flugstaffel Bozen 655 Einsätze durch. Dabei konnten 670 Menschen gerettet werden.

sor

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