Im Bereich der internationalen Besteuerung deckte die Finanzpolizei 19 Fälle von Steuerhinterziehung mit einem Gesamtvolumen von mehr als 55 Millionen Euro auf. Dabei handelte es sich um sogenannte Scheinauslandsverlagerungen von Unternehmen. Insgesamt wurden mehr als 200 Personen wegen Steuerdelikten angezeigt, drei davon festgenommen. Die beschlagnahmten Vermögenswerte belaufen sich auf rund 14,5 Millionen Euro.
Bei der Kontrolle öffentlicher Ausgaben und der Mittel aus dem Aufbau- und Resilienzplan (PNRR) wurden Betrugsfälle im Ausmaß von mehr als 18 Millionen Euro aufgedeckt. Mehr als 50 Personen wurden angezeigt. Der dem Rechnungshof gemeldete Schaden für die öffentliche Hand übersteigt zehn Millionen Euro. Zudem konnten Geldwäschetransaktionen im Umfang von 23 Millionen Euro aufgedeckt werden.
Im Bereich der Vermögensabschöpfung wurden Antimafia-Beschlagnahmen im Wert von mehr als 15 Millionen Euro beantragt. Intensiv war auch der Einsatz gegen den Drogenhandel. Insgesamt beschlagnahmte die Finanzpolizei mehr als 977 Kilogramm Rauschgift. Dabei wurden zwölf Personen festgenommen und 100 angezeigt.
Auch die Bergrettung der Finanzpolizei war stark gefordert: die fünf Stationen des Bergrettungsdienstes (SAGF) führten gemeinsam mit der Flugstaffel Bozen 655 Einsätze durch. Dabei konnten 670 Menschen gerettet werden.


