Zwar hatte der meteorologische Herbst schon am 1. September begonnen – wie in jedem Jahr. Meteorologen nutzen starre Dreimonatszeiträume, um Statistiken vergleichbar zu halten. Doch der kalendarische Herbstanfang gilt als markantere Zäsur: Er markiert den sichtbaren Übergang in die dunkle Jahreszeit.
Die Ursache für das Phänomen liegt in der Schrägstellung der Erdachse. Während die Erde die Sonne umrundet, wechseln Nord- und Südhalbkugel ihre Neigung. Im September wandert die Sonne von der Nord- auf die Südhalbkugel – und bringt Mitteleuropa den Abschied vom Sommer.
Schon jetzt zeigen sich die ersten Vorboten: Die ersten Blätter verfärben sich und auch das Wetter stimmt sich auf den Herbst ein. Gestern wurden in Auer noch 29,4 Grad gemessen – damit dürfte nun vorerst Schluss sein. Aber Landesmeteorologe Dieter Peterlin beruhigt: „Ein paar warme Herbsttage mit bis zu 25 Grad sind durchaus möglich und wahrscheinlich. Stichwort: ,Altweibersommer‘ und ,Goldener Oktober‘“.
Bis zum Winteranfang am 21. Dezember werden die Tage nun jedenfalls weiter kürzer. Erst dann, mit der Wintersonnenwende, kehrt das Licht langsam zurück.


