Der erste Vorfall ereignete sich gegen 0:45 Uhr im Stadtzentrum. Eine Streife der Staatspolizei bemerkte einen Mann, der Passanten belästigte und sich ihnen gegenüber aggressiv verhielt. Als die Beamten den Mann kontrollieren wollten, ging dieser unverzüglich auf die Polizisten los.
Der mutmaßlich betrunkene Mann versuchte mehrfach zu flüchten, leistete heftigen Widerstand und griff die Ordnungshüter an. Auf der Quästur wurde der Aggressor als ein 23-jähriger Brite identifiziert, der in Bozen wohnhaft ist. Er wurde wegen Körperverletzung, Bedrohung und Widerstands gegen die Staatsgewalt angezeigt.
Massenschlägerei auf dem Obstplatz
Nur wenig später, gegen 1:15 Uhr, eskalierte die Situation auf dem nahegelegenen Obstplatz. Dort gerieten zwei Gruppen in eine heftige Schlägerei. Um die Kontrahenten zu trennen und eine weitere Eskalation zu verhindern, mussten die Streifen der Staatspolizei durch Einheiten der Armee und der Bozner Stadtpolizei verstärkt werden.Die Identifizierung der Beteiligten gestaltete sich für die Einsatzkräfte äußerst schwierig. Schließlich wurden sechs ausländische Staatsbürger wegen Schlägerei und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte an die Justizbehörde gemeldet. Ein weiterer Mann wurde auf freiem Fuß wegen Beleidigung eines Amtsträgers angezeigt.
Quästor greift durch: Dreijähriges Lokalverbot
Die Vorfälle blieben für die Beteiligten nicht ohne Konsequenzen. Quästor Giuseppe Ferrari unterzeichnete am Donnerstagmorgen insgesamt 15 präventive Versorgemaßnahmen.In acht Fällen wurde eine „Daspo Willy“ (DACUR) ausgesprochen: Den Hauptbeteiligten wird damit der Zutritt zum Obstplatz sowie zu den angrenzenden Straßen und Gastronomiebetrieben für die Dauer von drei Jahren untersagt.
Sieben Personen, die in anderen italienischen Provinzen wohnhaft sind, erhielten ein mehrjähriges Rückkehrverbot für das Gemeindegebiet von Bozen.
Gegen die in Bozen ansässigen Beteiligten wurden formelle verwalterische Verwarnungen ausgesprochen.


