Donnerstag, 20. August 2026

Acht Anzeigen nach Schlägerei am Bozner Obstmarkt

Turbulente Szenen ereigneten sich in der Nacht auf den heutigen Donnerstag im Bozner Stadtzentrum: Die Staatspolizei musste gleich mehrmals eingreifen, um Ausschreitungen im Nachtleben zu beenden. Neben einer Attacke auf Polizeibeamte kam es zu einer heftigen Schlägerei auf dem Obstplatz.

Einsatzkräfte der Staatspolizei mussten in der Bozner Innenstadt durchgreifen. - Foto: © Quästur

Der erste Vorfall ereignete sich gegen 0:45 Uhr im Stadtzentrum. Eine Streife der Staatspolizei bemerkte einen Mann, der Passanten belästigte und sich ihnen gegenüber aggressiv verhielt. Als die Beamten den Mann kontrollieren wollten, ging dieser unverzüglich auf die Polizisten los.

Der mutmaßlich betrunkene Mann versuchte mehrfach zu flüchten, leistete heftigen Widerstand und griff die Ordnungshüter an. Auf der Quästur wurde der Aggressor als ein 23-jähriger Brite identifiziert, der in Bozen wohnhaft ist. Er wurde wegen Körperverletzung, Bedrohung und Widerstands gegen die Staatsgewalt angezeigt.

Massenschlägerei auf dem Obstplatz

Nur wenig später, gegen 1:15 Uhr, eskalierte die Situation auf dem nahegelegenen Obstplatz. Dort gerieten zwei Gruppen in eine heftige Schlägerei. Um die Kontrahenten zu trennen und eine weitere Eskalation zu verhindern, mussten die Streifen der Staatspolizei durch Einheiten der Armee und der Bozner Stadtpolizei verstärkt werden.

Die Identifizierung der Beteiligten gestaltete sich für die Einsatzkräfte äußerst schwierig. Schließlich wurden sechs ausländische Staatsbürger wegen Schlägerei und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte an die Justizbehörde gemeldet. Ein weiterer Mann wurde auf freiem Fuß wegen Beleidigung eines Amtsträgers angezeigt.

Quästor greift durch: Dreijähriges Lokalverbot

Die Vorfälle blieben für die Beteiligten nicht ohne Konsequenzen. Quästor Giuseppe Ferrari unterzeichnete am Donnerstagmorgen insgesamt 15 präventive Versorgemaßnahmen.

In acht Fällen wurde eine „Daspo Willy“ (DACUR) ausgesprochen: Den Hauptbeteiligten wird damit der Zutritt zum Obstplatz sowie zu den angrenzenden Straßen und Gastronomiebetrieben für die Dauer von drei Jahren untersagt.

Sieben Personen, die in anderen italienischen Provinzen wohnhaft sind, erhielten ein mehrjähriges Rückkehrverbot für das Gemeindegebiet von Bozen.

Gegen die in Bozen ansässigen Beteiligten wurden formelle verwalterische Verwarnungen ausgesprochen.

pho

Stellenanzeigen


Teilzeit






Teilzeit





powered by
Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden