Damit gelingt dem 56-Jährigen ein historischer Karriereschritt an der prestigeträchtigen Universität, die als eine der besten Hochschulen in Europa gilt.
Bereits seit 2001 wirkt Dissertori an der ETH als Professor für Teilchenphysik, seit Februar 2022 bekleidet er das Amt des Rektors und stellvertretenden Präsidenten. Nun folgt der Schritt ganz an die Spitze.
„Ich danke dem Bundesrat für das Vertrauen und stelle mich dem Auftrag, gemeinsam mit dem starken Team der Schulleitung, den Professorinnen und Professoren sowie allen Mitarbeitenden die ETH Zürich an der Weltspitze zu halten“, sagte Dissertori in einer Stellungnahme.
Vom CERN-Forscher zum Uni-Präsidenten
In der wissenschaftlichen Welt genießt der gebürtige Algunder einen herausragenden Ruf. Dissertori leistete unter anderem wesentliche Beiträge zur Entdeckung des berühmten Higgs-Bosons am Teilchenbeschleuniger CERN in Genf im Jahr 2012.Neben der Grundlagenforschung setzte er auch wichtige Impulse in der Medizintechnik: Aus seiner Arbeit ging unter anderem ein ETH-Spin-off hervor, das einen neuartigen Gehirn-Scanner zur Marktreife brachte.
Zuletzt prägte er als Rektor die akademische Ausbildung in Zürich und initiierte mit dem Projekt „PAKETH“ die größte Studienreform seit Einführung des Bologna-Systems, um Studierenden mehr Freiräume und bessere Kontakte zur Industrie zu ermöglichen.


