Organisiert werden die Proteste von der Tiroler Bürgerinitiative „Lebensraum Gurgltal Außerfern Mieminger Plateau“. Sie kritisiert insbesondere die zunehmende Verkehrsbelastung in der Region sowie geplante Infrastrukturprojekte wie den sogenannten Scheiteltunnel.
Auch einer möglichen Einführung von Mautgebühren steht die Initiative kritisch gegenüber, da sie zusätzliche Verkehrsverlagerungen befürchtet.
Aus Sicht der Südtiroler Umweltorganisationen hätten die Ausbaupläne Auswirkungen weit über Tirol hinaus. Sie warnen davor, dass der Fernpass schrittweise zu einer leistungsstarken Nord-Süd-Transitroute ausgebaut werden könnte, was auch im Vinschgau zu einem weiteren Anstieg des Verkehrs führen dürfte.
Die Verbände sprechen sich stattdessen für verstärkte Investitionen in den Bahnverkehr, in Güterterminals und in den öffentlichen Nahverkehr aus. Ziel sei es, den Gütertransport stärker auf die Schiene zu verlagern. Zudem fordern sie eine intensivere Zusammenarbeit innerhalb der Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino, um den Transitverkehr langfristig zu reduzieren.
Für die beiden Protesttermine am 27. Juni und am 1. August wird ab Mals eine Mitfahrmöglichkeit organisiert. Die Umweltorganisationen hoffen auf breite Unterstützung, um den Ausbau des Straßennetzes einzudämmen und alternative Mobilitätslösungen voranzutreiben.


