Samstag, 20. Juni 2026

Boom! 500 Teilnehmer bei Bozner Fachtagung zu Sprengtechnik

Rund 500 Menschen aus Südtirol, Italien und weiteren Ländern nahmen gestern an der Fachtagung „Bolzano Explo Bozen 2026 teil. „Südtirol ist aufgrund unterschiedlicher Baustellen mit diversen Herausforderungen ein bedeutendes Einsatzgebiet für zivile Sprengtechnik“, unterstrich der zuständige Landesrat, Christian Bianchi.

Landesgeologe Volkmar Mair und sein Amt haben die Tagung gemeinsam mit dem Geologen Giacomo Nardin und IDM Südtirol im NOI Techpark in Bozen organisiert. - Foto: © LPA/Gianluca Crocco

Die vierte Ausgabe der Fachtagung „Bolzano Explo Bozen 2026“, organisiert vom Amt für Geologie und Baustoffprüfung unter Direktor Volkmar Mair in Zusammenarbeit mit dem Geologen Giacomo Nardin und IDM Südtirol, fand am Freitag im NOI Techpark in Bozen statt.

Landesrat Christian Bianchi lobte bei der internationalen Tagung zur Sprengtechnik die lokalen Stärken und Kompetenzen in diesem Bereich. - Foto: © LPA/Gianluca Crocco




Rund 500 Teilnehmende aus Italien und aus dem Ausland waren vor Ort oder über Videokonferenz dabei. Der für Geologie zuständige Landesrat, Christian Bianchi, hob bei der Tagung die Wichtigkeit des Austausches von Fachleuten, Unternehmen, Institutionen und Forschung hervor: „Südtirol ist aufgrund unterschiedlicher Baustellen mit diversen Herausforderungen ein bedeutendes Einsatzgebiet für zivile Sprengtechnik. Dadurch wurde auf lokaler Ebene Kompetenz auf höchstem Niveau und eine gefestigte Sicherheitskultur entwickelt.“



Besonders lobenswert sei die internationale Ausrichtung der Veranstaltung, was auch an den Vortragenden sichtbar wurde. Die Inputs befassten sich mit großen Infrastrukturprojekten, Aushubarbeiten in komplexen städtischen Umgebungen, Sicherungen von Felswänden, neue Überwachungssysteme und innovative Technologien für den kontrollierten Einsatz von Sprengtechnik.

An der Fachtagung Bolzano Explo Bozen, die zum vierten Mal organisiert wurde, nahmen rund 500 Teilnehmende in Präsenz oder online teil. - Foto: © LPA/Gianluca Crocco





Für Südtirol sei vor allem die Minderung des Steinschlagrisikos ein bedeutender Einsatzbereich: „Mittels geologischer Analysen, Überwachungsmaßnahmen und Modellierungen ist es möglich, Gefahrensituationen präzise zu identifizieren und gezielte Maßnahmen zu planen. Dies erfolgt auch mittels Einsatz von Sprengtechnik, wobei die Arbeiten immer möglichst schonend für die Umgebung geplant werden“, unterstrich Landesrat Bianchi.

Dies sei auch auf die hochqualitative Arbeit des Amtes zurückzuführen: „Der Einsatz für die Erhöhung der Sicherheit für Infrastrukturen und für die Bevölkerung bei gleichzeitigem Bemühen, öffentliche Mittel bestmöglich einzusetzen ist ein Modell, das auch über unsere Landesgrenzen hinaus Interesse geweckt hat und damit die lokal vorhandenen Kompetenzen unter Beweis stellen“, betonte der Landesrat.

lpa/stol

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