In der vergangenen Nacht um 00.05 Uhr wurden Beamte der Polizei auf der Rombrücke in Bozen von einigen Kollegen außer Dienst angehalten. Diese berichteten, Hilferufe aus dem Fluss Eisack gehört zu haben.
Sofort wurde über Funk Alarm ausgelöst, woraufhin auch weitere Streifen der Staatspolizei zum Einsatzort kamen, um Nachforschungen anzustellen. Dabei konnten tatsächlich Hilfeschreie aus der Dunkelheit des Eisacks wahrgenommen werden. Die Beamten folgten den Rufen und durchsuchten zu Fuß die Wiesen zwischen der Rombrücke und der Palermobrücke.
Etwa 200 Meter von der Rombrücke entfernt wurden die Schreie lauter und deutlicher. Als die Polizisten die Böschung zum Fluss hinabstiegen, bemerkten sie einen Mann mitten im Wasser, der verzweifelt versuchte, sich an Felsen festzuhalten.
Mann hatte zahlreiche Verletzungen
Während auf die von der Einsatzzentrale der Quästur angeforderten Feuerwehrkräfte gewartet wurde, stellten die Beamten fest, dass der Mann zunehmend in Schwierigkeiten geriet. Daher beschlossen sie, an einer Stelle mit geringerem Wasserstand den Fluss zu durchqueren, um den Verunglückten zu retten.Die Polizisten erreichten den Mann, der sich an einen Felsen klammerte, und brachten ihn auf eine nahe gelegene Kiesbank. Der Gerettete war vollständig nackt, stark unterkühlt und befand sich in einem offensichtlich verwirrten Zustand.
An seinem Körper wurden zahlreiche Schürfungen und Blutergüsse festgestellt, die vermutlich durch die starke Strömung des Flusses verursacht worden waren, wodurch er gegen die Steine im Flussbett geschleudert wurde.
Kurze Zeit später traf auch die Feuerwehr ein. Gemeinsam mit den Einsatzkräften brachten die Polizisten den Mann ans Ufer auf der Seite der Rombrücke, wo er vom Rettungsdienst und dem Notarzt versorgt wurde.
Nach Erstversorgung ins Krankenhaus gebracht
Nach der Erstversorgung wurde der Mann, der an schwerer Unterkühlung litt, zur weiteren Behandlung und zu Untersuchungen ins Krankenhaus eingeliefert.Während des Einsatzes zog sich einer der Polizisten, der im Fluss geholfen hatte, eine Knöchelverstauchung zu. Nach einer Untersuchung im Krankenhaus wurde er mit einer Prognose von vier Tagen Dienstunfähigkeit entlassen.
Im Einsatz standen Berufsfeuerwehr, Wasserrettung, Bezirkstaucher, Staatspolizei, Notarzt und Sanitäter.


