Der Mann ließ sich davon nicht beirren und schrieb weiter. Anschließend flüchtete er in Richtung Lauben. Dort wurden später weitere Schmierereien ähnlichen Inhalts entdeckt: Auch an den Mauern der Stadtbibliothek habe er beleidigende und faschismusbezogene Sprüche hinterlassen.
Bis Donnerstagabend war der Mann noch nicht ausgeforscht. Sowohl die Stadtpolizei als auch die Quästur ermitteln. Bürgermeister Claudio Corrarati bestätigte, dass mehrere Stellen in der Stadt beschmiert worden seien.
Dem Täter droht neben einer Schadenersatzleistung auch eine strafrechtliche Anklage. In erster Linie wegen des Verdachts der Verunstaltung und Beschmutzung fremder Sachen. Dieser Tatverdacht könnte erschwert sein, da die Schriftzüge öffentliche Güter (Rathaus, Stadtbibliothek, Lauben) betreffen. Bei Gebäuden von historisch-kulturellem Interesse droht eine Freiheitsstrafe von einem bis sechs Monaten. Zudem könnte dem Mann erschwerte üble Nachrede zur Last gelegt werden.


