Mittwoch, 27. Mai 2026

Bozen: Passant will Mutter und Sohn helfen und wird brutal geschlagen

Er wollte sich für eine Mutter und ihren 10-jährigen Sohn stark machen, wurde dabei allerdings selbst zum Opfer: Ein Fahrraddieb hat jüngst einen Passanten angegriffen, nachdem dieser versucht hatte, den Langfinger am Diebstahl zu hindern. Der Helfer wurde mit Faustschlägen und Tritten attackiert und verletzt.

Mit dem Einschreiten des Passanten sollte der Vorfall weiter eskalieren. - Foto: © shutterstock

Der Vorfall ereignete sich entlang des Radwegs am Talferufer in der Nähe des Lido von Bozen, wie die italienische Tageszeitung „Alto Adige“ berichtet. Eine Lehrerin aus Bozen war dort mit ihrem Sohn unterwegs, als sie bemerkte, wie ein Mann ausländischer Herkunft ihr E-Bike, das sie wenige Meter entfernt mit einem Schloss abgestellt hatte, gewaltsam mitzunehmen versuchte.

„Ich habe ein metallisches Geräusch gehört und gesehen, wie ein Mann mein Fahrrad mit Kraft in Richtung Radweg zog“, erzählt die Frau noch sichtlich unter Schock. „Ich bin barfuß hinter ihm hergelaufen, habe geschrien und um Hilfe gerufen.“

Ein Passant stellt sich dem Dieb in den Weg

Ein vorbeifahrender Radfahrer griff schließlich ein und stellte sich dem Täter in den Weg. Der Versuch, den Diebstahl zu verhindern, eskalierte jedoch: „Der Mann ließ mein Fahrrad fallen und stürzte sich auf den Helfer. Er schlug und trat ihn. Er war voller Blut, aber er hat trotzdem weiter versucht , uns zu helfen“, erzählt die Frau weiter.

Mehrere Jugendliche im Bereich des Lido sollen laut Angaben der Lehrerin lautstark eingegriffen haben. In diesem Moment habe sie ihr Fahrrad zurückholen können, das jedoch beschädigt wurde; das Schloss habe sich im Rad verfangen.

Der Sohn der Frau habe die gesamte Szene mitansehen müssen und eine Panikattacke erlitten. „Er atmete schnell und war völlig verängstigt“, berichtet die Mutter. Erst ein junger Mann, der vom Lido aus arabisch mit dem Angreifer gesprochen haben soll, konnte die Situation beruhigen. Der Täter blieb demnach zunächst vor Ort und suchte nach Gegenständen, die er während der Rauferei verloren hatte, bevor er sich entfernte.

Die Carabinieri sowie der Rettungsdienst wurden verständigt. Der verletzte Passant wurde medizinisch behandelt. Er erlitt Verletzungen mit einer Heilungsprognose von acht Tagen. Außerdem wurde auch sein Fahrrad bei dem Vorfall beschädigt.

„Es ist für mich unvorstellbar, mich in meiner eigenen Stadt nicht sicher zu fühlen“

„Ich habe den Täter fotografiert, bevor er ohne Beute wegging, und das Bild den Carabinieri übergeben“, so die Frau. Laut deren Angaben soll der Mann bereits mehrfach polizeibekannt sein und im Zusammenhang mit Fahrraddiebstählen stehen.

„Es ist für mich unvorstellbar, mich in meiner eigenen Stadt nicht sicher zu fühlen“, sagt sie weiter. Besonders belastend sei auch das Erlebnis für ihren Sohn. Zudem wolle sie den Helfer unbedingt ausfindig machen, um sich zu bedanken und den Schaden am Fahrrad zu ersetzen.

mir

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