Mittwoch, 8. Juli 2026

Brenner: Polizei sichert Kesselwagen mit gefährlichem Gefahrgut

Die Staatspolizeien von Verona, Bozen und Brenner waren am vergangenen Mittwoch gemeinsam mit weiteren Einsatzkräften am Grenzbahnhof Brenner im Einsatz, um die Sicherungsmaßnahmen an einem Eisenbahnkesselwagen durchzuführen, aus dem Styrol ausgetreten war. Dabei handelt es sich um eine hochgefährliche Chemikalie, die als gesundheitsschädlich, leicht entzündlich und umweltgefährdend eingestuft wird.

In den frühen Morgenstunden wurde die Bahnpolizeistelle Brenner vom Bahnpersonal über eine Notsituation informiert. - Foto: © Quästur

In den frühen Morgenstunden wurde die Bahnpolizeistelle Brenner vom Bahnpersonal über eine Notsituation informiert. Ein aus dem Ausland kommender Güterzug war aufgrund eines Lecks an einem Kesselwagen, der die gefährliche Substanz transportierte, im Grenzbahnhof angehalten worden. Wegen der besonderen Gefährlichkeit des Styrols, das unter anderem umfangreich bei der Herstellung von Kunststoffen verwendet wird, wurde umgehend der vorgesehene Notfallplan aktiviert.

Die ersten Sicherungsmaßnahmen übernahmen die spezialisierten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Sterzing. Sie konnten die Gefahr einer weiteren Umweltbelastung rasch eindämmen, indem sie unter dem betroffenen Kesselwagen eine Auffangwanne installierten und so verhinderten, dass die Chemikalie auf den Boden gelangte.

Parallel dazu wurde die Unterstützung von besonders geschultem Personal der Bahnpolizei aus Verona und Bozen angefordert. Der betroffene Kesselwagen wurde sicher isoliert und anschließend in einen strategisch geeigneten Bereich des Güterbahnhofs gebracht. Dadurch konnte sowohl der Personenverkehr auf der Schiene als auch der Verkehr auf der Autobahn und den umliegenden Straßen weiterhin gewährleistet werden.

Ursachen für Austritt der Chemikalie gesucht

In der anschließenden Phase führten die Einsatzkräfte der Bahnpolizei gemeinsam mit den Feuerwehren die notwendigen technischen Überprüfungen durch. Dabei sollten die Ursachen für den Austritt der Chemikalie festgestellt und mögliche Verantwortlichkeiten entlang der Transport- und Handelskette überprüft werden. Dazu zählen unter anderem Verlader, Speditionen und Transportunternehmen.

Der Kesselwagen, der weiterhin die gesamte Ladung der chemischen Substanz enthielt, wurde bis zum folgenden Tag durchgehend überwacht. Erst danach konnten die Sicherungsarbeiten vollständig abgeschlossen werden. Anschließend übernahmen spezialisierte Unternehmen den Umschlag des hochentzündlichen Materials auf Straßentankwagen. Damit konnte die Notsituation endgültig beendet werden.

Die gesamten Einsatzmaßnahmen wurden laufend von der Zivilschutzstelle beim Regierungskommissariat für das Land Südtirol sowie von der Quästur Bozen überwacht.

fal

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