Samstag, 12. September 2026

Carabinieri vollstrecken Haftbefehle gegen mutmaßliche Serientäter

Ermittlungen wegen organisierter Kriminalität: Im Verfahren gegen drei mutmaßliche Banden, die auf Diebstähle in Luxushotels und den Kokainhandel spezialisiert gewesen sein sollen, haben die Carabinieri neue Zwangsmaßnahmen vollstreckt.

Die Verdächtigen sollen es vor allem auf Luxushotels abgesehen haben. - Foto: © Carabinieri

Die Operation schließt direkt an einen Großeinsatz vom 10. Juli 2026 an: Damals waren 19 albanische Staatsbürger ins Visier der Justiz geraten. Ihnen werden unter anderem erschwerter Diebstahl in Beherbergungsbetrieben und Privatwohnungen sowie Kokainhandel vorgeworfen. Von den damals verhängten vorbeugenden Maßnahmen betrafen 12 die vorbeugende Verwahrungshaft im Gefängnis, 5 den Hausarrest und 2 die Pflicht zur Meldung bei der Gerichtspolizei.

Nachdem das Überprüfungsgericht die damalige Verfügung für 9 der Betroffenen aus formalen Gründen aufgehoben hatte, ließ die Staatsanwaltschaft am Landesgericht Bozen nicht locker. Der leitende Oberstaatsanwalt Axel Bisignano erneuerte den Antrag auf Zwangsmaßnahmen für 7 Personen. Der Untersuchungsrichter am Landesgericht Bozen folgte diesem Antrag am 9. September und erließ eine neue Verfügung:

Für 4 Personen wurde die vorbeugende Verwahrungshaft im Gefängnis angeordnet, gegen 2 Personen wurde Hausarrest verhängt. Für eine weitere Person gilt die Pflicht zur Meldung bei der Gerichtspolizei. Bislang wurden vier dieser Maßnahmen erfolgreich vollstreckt.


Foto: © Carabinieri

Verdacht: Ein Geflecht aus drei kriminellen Banden

Die Ermittlungen der Carabinieri liefen bereits im Frühjahr 2025 an. Die Ermittler gehen offenbar von der Existenz von drei klar getrennten mutmaßlich kriminellen Gruppen aus – eine davon weise laut Aussendung der Carabinieri Merkmale einer kriminellen Vereinigung (Art. 416 StGB) auf.

Jene mutmaßliche kriminelle Vereinigung haben den Ermittlern zufolge dauerhaft in ganz Südtirol agiert und ihre Aktivitäten auch bis in die Provinzen Belluno und Trient ausgeweitet. In diesem Zusammenhang sollen 65 erschwerte Diebstähle in Hotels und Wohnungen stattgefunden haben, wobei die mutmaßliche Beute offenbar im Anschluss nach Albanien transferiert wurde.

Die zweite mutmaßliche Gruppierung habe sich sowohl auf Diebstähle in Hotels und Häusern als auch auf den Kokainhandel konzentriert – offenbar vor allem im Burggrafenamt (Meraner Raum) und den umliegenden Tälern.

Die dritte mutmaßliche Gruppierung habe in Brixen agiert und offenbar Kokainhandel betrieben. Rund drei Kilogramm Kokain hatten die Beamten in Zusammenhang mit der mutmaßlichen Bande sichergestellt.

Weitere Ermittlungserfolge

Im Zuge der Ermittlungen wickelten die Beamten noch weitere Einsätze ab: Sechs Personen verhafteten sie wegen erschwerten Diebstahls in Beherbergungsbetrieben und vier weitere Personen wegen Drogenbesitzes mit Verkaufsabsicht.

Zudem wurden auf freiem Fuß angezeigt: Drei Personen wegen erschwerten Diebstahls, vier Personen wegen Kokainhandels. Hinweis: Im Sinne der Unschuldsvermutung gilt für alle von den Zwangsmaßnahmen betroffenen Personen bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

stol

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