Nachdem der Zustrom in die Bergwelt Bellunos im Jahr 2025 um elf Prozent auf über 1,1 Millionen Gäste gestiegen ist, häufen sich die Verfehlungen. Neben Wildcampen, Lärmbelästigung und verbotenem Baden in Bergseen sorgen vor allem unvorbereitete Wanderer für Chaos: Erst kürzlich behinderten unachtsame Urlauber einen Rettungshubschrauber beim Landeanflug, weil sie den Landeplatz an einer Schutzhütte für ein Sonnenbad blockierten. Auch auf dem Weg zum Sorapis-See kommt es regelmäßig zu Überlastungen, wie die italienische Tageszeitung „Alto Adige“ berichtet.
Als Reaktion patrouilliert ab nächster Woche bis September die Polizei in den am stärksten frequentierten Zonen. Bei den rund zehn Einsätzen pro Monat steht zunächst die Aufklärung über Sicherheitsregeln im Vordergrund – etwa, dass auch Bio-Müll wegen der Wildtiere verboten ist. Bei Verstößen sind auch Geldstrafen vorgesehen.
Für die dreijährige Initiative stellt Cortina vorerst 20.000 Euro bereit. Ziel ist eine sanfte Tourismuslenkung, doch unbelehrbare Urlauber müssen mit Bußgeldern rechnen.


