Montag, 1. Juni 2026

Cuneo: Junger Höhlenforscher nach stundenlanger Rettung geborgen

Ein Forscher, der in der Provinz Cuneo in rund 120 Metern Tiefe in einer Höhle eingeschlossen worden war, ist nach einer mehrstündigen Rettungsaktion lebend geborgen worden.

Der junge Mann erlitt eine Verletzung am Fuß und konnte die Höhle nicht selbst verlassen. - Video: stol

Der Speläologe wurde mit Verletzungen ins Spital eingeliefert, wie die Rettungsmannschaften am Montag berichteten. Der Unfall ereignete sich in der Grotta dei Cinghiali Volanti nahe der Ortschaft Garessio.

Ersten Informationen zufolge hatte eine Gruppe von Höhlenforschern den tiefsten Punkt der Höhle erreicht, als ein etwa 20 Jahre alter Mann aus Ligurien unter einem Felsblock eingeklemmt wurde. Der Stein soll sich aus einer Felswand gelöst haben. Der junge Mann erlitt eine Verletzung am Fuß und konnte die Höhle nicht selbst verlassen.

Enge Strecken auf dem Weg zum Verletzten erweitert

Alarmiert wurden die Rettungskräfte am Sonntagnachmittag von den übrigen Mitgliedern der Gruppe, die die Höhle verlassen konnten. Innerhalb kurzer Zeit erreichten erste Einsatzteams den Unfallort.

Eine Rettungsmannschaft stieg zu dem Verletzten ab und stabilisierte den jungen Mann medizinisch. An dem Einsatz waren Spezialkräfte aus den Regionen Piemont, Ligurien sowie der Lombardei beteiligt. Zudem wurden Höhlenforscher angefordert, die die engen Passagen auf dem Weg zum Verletzten erweiterten, um dessen Transport an die Oberfläche zu ermöglichen.

Die Grotta dei Cinghiali Volanti liegt im Karstgebiet Rocca d'Orse-Val d'Inferno und wird regelmäßig von Höhlenforschern für Erkundungs- und Dokumentationsarbeiten genutzt. Sie war 2007 entdeckt worden.

mit/mri

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