Freitag, 5. September 2025

Giorgio Carli: Bischof nimmt Entscheidung zurück – Carli wird Seelsorge nicht übernehmen

Die Diözese Bozen-Brixen hat in den vergangenen Tagen zahlreiche Rückmeldungen zur Versetzung von Don Giorgio Carli erhalten. Viele Menschen haben kritisch auf die Entscheidung reagiert, da sie diese im Widerspruch zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs sehen. Bischof Ivo Muser hat entschieden, die Ernennung für den seelsorglichen Dienst von Don Giorgio Carli im Oberen Pustertal zurückzunehmen.

Bischof Ivo Muser nimmt seine Entscheidung zurück. - Foto: © Diözese

Don Giorgio Carli wird die seelsorglichen Aufgaben im Oberen Pustertal nicht übernehmen. Bischof Ivo Muser hat mit dem Priester gesprochen und die Ernennung zurückgezogen.

Carli nimmt bis auf Weiteres eine Sabbatzeit

„Grund für diesen Schritt ist die Einschätzung, dass unter den aktuellen Bedingungen kein tragfähiger Rahmen besteht, um diese Aufgabe in Verantwortung gegenüber den Betroffenen und dem pastoralen Umfeld wahrzunehmen“, heißt es in einer Aussendung der Diözese. „Zugleich sieht sich die Diözese auch Don Giorgio Carli gegenüber in der Pflicht, realistisch mit der entstandenen Situation umzugehen. Carli nimmt bis auf Weiteres eine Sabbatzeit.“

Diözese will bei Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch dazulernen und diese weiterführen

Die Diözese unterstreicht, dass sie bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch dazulernen und diese weiterführen will: auf juristischer, seelsorglicher und struktureller Ebene und im Dialog mit der Gesellschaft.

Die Maßnahmen werden evaluiert, der Dialog mit Betroffenen und kirchlichen Gremien fortgesetzt. Auch die Fachtagung „Mut zur Umsetzung“ am 7. November ist Teil dieses Weges.

stol

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