Der erste Alarm erreichte die Notrufzentrale gegen 20.30 Uhr aus den Brenta-Dolomiten. Zwei ausländische Wanderer befanden sich nach dem Klettersteig Bocchette Centrali auf dem Violi-Weg. Sie waren erschöpft und dehydriert. Der Mitarbeiter der Notrufzentrale überwachte die Situation telefonisch und gab den beiden Anweisungen, bis sie schließlich aus eigener Kraft Vallesinella erreichten.
Gegen 23 Uhr folgte ein zweiter Hilferuf vom San-Nicolò-Pass oberhalb von Pozza di Fassa. Zwei ausländische Camper hatten aus Angst vor dem Gewitter ihr Zelt verlassen und sich ohne Rucksäcke entfernt. Nachdem sie telefonisch über eine Verbesserung der Wetterlage informiert und beruhigt worden waren, kehrten die beiden für die Nacht zu ihrem Lager zurück.
Der dritte Einsatz betraf gegen Mitternacht zwei Wanderer am Parkplatz Fontanino in Peio. Sie baten um Hilfe, weil sie müde waren, kein Taxi zur Verfügung hatten und über keine geeignete Kleidung verfügten, um im Freien zu übernachten. In diesem Fall übernahmen die freiwilligen Feuerwehrleute der örtlichen Feuerwehr den Transport und begleiteten die beiden ins Tal.
Die Berg- und Höhlenrettung (CNSAS) weist angesichts der drei Vorfälle erneut darauf hin, Touren sorgfältig zu planen und die eigenen Möglichkeiten, die Ausrüstung sowie die Wetterbedingungen realistisch einzuschätzen.


