Mittwoch, 13. Mai 2026

Ethik in der Schule: Zwei Fächer, viele offene Fragen

An über 30 Schulstellen bzw. Direktionen im Land ist der Ethikunterricht bereits Realität. Ab dem Schuljahr 2027/2028 soll er in allen Klassenzimmern Einzug halten. Südtirol ist damit Vorreiter in Italien. Wie sehen die bisherigen Erfahrungen aus? Und wie ist die Stimmung unter den Religionslehrern?

Alles andere als leere Klassenzimmer: Lediglich jeder neunte Schüler einer deutschsprachigen Bildungseinrichtung meldet sich vom Religionsunterricht ab. Dennoch wird es bald ein alternatives Fach geben. - Foto: © Shutterstock

11,5 Prozent aller Schülerinnen und Schüler der deutschsprachigen Schulen in Südtirol verzichten im Schuljahr 2025/26 auf das Angebot des katholischen Religionsunterrichts.

Wie wichtig ist da der katholische Religionsunterricht noch? Grundsätzlich sei eine religiös-philosophisch-ethische Bildung für alle Schüler bedeutsam, erläutert der Inspektor für den Religionsunterricht Christian Alber.

Deshalb hat der Landtag auch die Entscheidung getroffen, dass Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, in Zukunft ein verpflichtendes Alternativangebot im Sinne einer ethisch-philosophischen Bildung in Anspruch nehmen müssen. „Die deutsche Bildungsdirektion hat mit den Schulen vereinbart, dass der Ethikunterricht ab dem Schuljahr 2027/28 an allen Schulstufen eingeführt werden muss“, bestätigt Alber.

Das stellt die Schulen vor eine große Herausforderung.

Lesen Sie mehr dazu in der aktuellen Ausgabe des „Katholischen Sonntagsblattes“.

Welchen Einfluss wird die Einführung des Ethikunterrichts auf den katholischen Religionsunterricht haben? - Foto: © Shutterstock

tek

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