Die Entwickler des Tech-Portals Android Authority hätten im Code der neuesten Android-Version Textbausteine wie „Ask Maps to Order Food“ (also „Karten bitten, Essen zu bestellen“) entdeckt. Die Funktion knüpfe wahrscheinlich an das von der Google-KI Gemini-gestützte „Ask Maps“ an und nutze dessen agentische - also eigenständige - Fähigkeiten fürs Bestellen.
Rohes Hühnchen
Vor dem Bestellen der Mahlzeit wäre es aber auch nicht schlecht, sich einige Bewertungen anzuschauen. Aber es kann auch so was passieren: Die KI der US-amerikanischen Touristikwebsite Tripadvisor beschönigt negative Bewertungen - zitiert ein deutschsprachiges Onlinemagazin für Themen aus den Bereichen Informationstechnik und Wissenschaft eine Untersuchung der größten unabhängigen Verbraucherschutzorganisation im Vereinigten Königreich.KI-generierte Zusammenfassungen in diesem Fall von Hotelbewertungen auf Tripadvisor verharmlosen negative Gästeerfahrungen systematisch: Ein Hotel auf den Malediven sei von der KI als makellos sauber gelobt worden, während Gäste rohes Hühnchen und Fliegen am Buffet gemeldet hätten; gegen die Kette werde wegen Lebensmittelvergiftungen in Hunderten von Fällen geklagt. Tripadvisor verteidigt sein KI-Tool als reine Überblickshilfe.
Nach drei Tagen ist Schluss
Keine Hilfe hingegen bietet KI bei einem längeren Cloud-Ausfall. Ein solcher würde 46 Prozent der Unternehmen früher oder später zur Betriebsaufgabe zwingen, zumindest in Deutschland. Das meldet Bitkom, der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche.Neun Prozent würden im Moment des Speicherplatz-Ausfalls sofort stillstehen, während ein Fünftel über 48 Stunden durchhalten würde – im Schnitt reicht der Puffer für rund drei Tage. Immerhin erlebten zuletzt 28 Prozent der Cloud-Nutzer gravierende Ausfälle. Aber keine Panik: Es wird auch vorgesorgt. 82 Prozent der Betriebe haben Notfallpläne, drei Viertel sichern Daten außerhalb der Wolke. Es darf also auch mal wolkenlos sein.
Mauro Stoffella, Medien- und Kommunikationsexperte


