Samstag, 26. Juli 2025

Heftige Ausschreitungen bei Protesten gegen TAV-Projekt im Piemont

Im Piemont ist es am Wochenende zu schweren Ausschreitungen gekommen: In der Val di Susa lieferten sich Gruppen aus dem autonomen Spektrum gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei. Hintergrund ist der anhaltende Widerstand gegen das umstrittene Hochgeschwindigkeitsbahnprojekt TAV zwischen Turin und Lyon.

Die Gegner des TAV-Projekts wehren sich seit Jahren gegen den Ausbau der Bahnverbindung, immer wieder kommt es dabei zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. - Foto: © ANSA / Alessandro di Marco

Demonstrierende blockierten die Autobahn von Turin nach Bardonecchia und errichteten brennende Barrikaden. Die Straße musste für längere Zeit gesperrt werden.

In San Didero griffen Aktivisten eine Baustelle an, auf der ein Autohof errichtet werden soll. Sie rissen den Zaun zur angrenzenden Fahrbahn nieder und beschädigten die Absperrungen mit Steinen und Eisenstangen. Ein Container sowie weiteres Baumaterial wurden in Brand gesteckt.

Auch in Chiomonte, einem weiteren wichtigen Punkt des Projekts, kam es zu massiven Angriffen auf Sicherheitskräfte. Demonstrierende warfen Steine und Knallkörper auf die Beamten, die vor Ort das Gelände sichern sollten.

Innenminister Piantedosi : „Beschämend“

Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz und setzte unter anderem Wasserwerfer ein. Medienberichten zufolge waren rund 3.000 Personen an den Protesten beteiligt, die sich auf drei verschiedene Orte verteilten.

Italiens Innenminister Matteo Piantedosi verurteilte die Eskalation als „beschämend“ und kündigte harte Konsequenzen für die Verantwortlichen an.

Die Gegner des TAV-Projekts wehren sich seit Jahren gegen den Ausbau der Bahnverbindung, immer wieder kommt es dabei zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.

stol

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