Durch 24 Tunnels führte die Straße durch die Schlucht ins Sarntal. Seit 2016 ersetzen zwei neue Röhren im Fels 15 kleine, enge Tunnels. Ungenützt sind sie aber nicht: Graffiti, alte Möbel, leere Flaschen und zurückgelassener Müll sind Zeichen, dass die aufgelassenen Tunnels mitunter „bewohnt“ sind. Dabei wäre der Zugang untersagt.
In einem dieser Tunnels fand eine unangemeldete Rave-Party statt, die die Carabinieri von Bozen auflösten. Der Einsatz ist Teil eines größeren Sondereinsatzes, der auch Kontrollen auf den Weihnachtsmärkten und im öffentlichen Nahverkehr umfasste und zu Festnahmen, Anzeigen und Beschlagnahmungen geführt hat.
„Die Vorfälle im Tunnel sind genau zu betrachten und ernst zu nehmen; die Jugend braucht ihren Raum, muss sich aber im gesetzlichen Rahmen bewegen“, betonte Bozens Bürgermeister Claudio Corrarati. Es brauche Respekt vor den Regeln. Was verboten sei, bleibe verboten.
Der Bürgermeister wird gemeinsam mit dem Kommandanten der Stadtpolizei, dem Quästor und den Carabinieri den Vorfall analysieren und mögliche Maßnahmen besprechen.


