Am Donnerstag wurde der „Room 67“ an der WFO offiziell eröffnet. An der Feier im Außensitz der WFO in der L.-Cadorna-Straße nahmen Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen, das Team des Jugenddienstes Bozen – allen voran Julia Gögele, Jugendarbeiterin vor Ort – sowie Ehrengäste teil.
Pilotprojekt zwischen Schule und Jugendarbeit
„Der Inhouse-Jugendtreff versteht sich als Pilotprojekt, das schulisches Leben und Jugendarbeit eng miteinander verknüpft. Ziel ist es, direkt im Schulalltag einen niederschwelligen, freiwilligen Raum zu schaffen – zum Lernen, Entspannen, Ausprobieren und Begegnen“, erklärt der Jugenddienst.
Im Mittelpunkt stehe nicht Nachhilfe, sondern Beziehungsarbeit. Der Room 67 – der Name wurde zusammen mit den Schülerinnen und Schüler gefunden – ist montags und mittwochs von 13.05 bis 16 Uhr offen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, das Angebot richtet sich an Oberschülerinnen und Oberschüler.
Paten und Patinnen nehmen “jüngere Semester“ an die Hand
Eine besonders wichtige Rolle spielen dabei ältere Oberschülerinnen und Oberschüler, unterstreicht der Jugenddienst. „Es ist wichtig, dass man von Gleichaltrigen hört, was man hier machen kann“, erklären Noah und Mimi. Sie sind als Paten Bindeglied zwischen Jugenddienst Bozen, Schule und Schülerschaft. Dies soll dazu beitragen, Vertrauen aufzubauen und den Treff von Beginn an als offenen Raum erlebbar zu machen. „Auch Schüler und Schülerinnen der Nachbaroberschule schauen regelmäßig vorbei“, betonen Mimi und Noah.
Zwei Räume – viele Möglichkeiten
Ob gemeinsam Mittag essen, Hausaufgaben erledigen, Präsentationen vorbereiten oder einfach Musik hören und Freunde treffen: “'Room 67’ ist als Ort gedacht, den Jugendliche als ihren eigenen Raum wahrnehmen und aktiv mitgestalten. Wünsche und Ideen der ersten und zweiten Klassen wurden systematisch erhoben und in die Planung integriert“, so Gögele, die das Projekt betreut.
Fokus auf Freiwilligkeit und Mitgestaltung
Das Konzept orientiere sich an den Grundprinzipien der offenen Jugendarbeit: Freiwilligkeit, Niederschwelligkeit, Partizipation, Lebensweltorientierung und Beziehungsarbeit. Jährlich sollen so rund 40 bis 50 Jugendliche erreicht werden. Besonders im Blick sind jene, die zu Hause keine optimalen Lernbedingungen vorfinden oder sich zusätzliche soziale Anknüpfungspunkte wünschen.
Geplant sind neben dem offenen Treffbetrieb auch Workshops und Aktionen – etwa zu Medienkompetenz, kreativen Ausdrucksformen, Bewegung oder mentaler Gesundheit.


