Dienstag, 14. Juli 2026

Italien führt Versicherungspflicht für E-Scooter ein

Italien führt ab Donnerstag eine Versicherungspflicht für E-Scooter ein. Rund eine Million Menschen sind von der Regelung betroffen.

In Italien müssen E-Scooter künftig verpflichtend versichert sein. - Foto: © APA/dpa / Jens Büttner

Die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung deckt Schäden ab, die beim Fahren Dritten zugefügt werden, etwa Verletzungen von Fußgängern oder Radfahrern sowie Schäden an anderen Fahrzeugen. Wer keine Versicherung abschließt, muss mit Geldstrafen zwischen 100 und 400 Euro rechnen.

Die Versicherung muss den Identifikationscode des jeweiligen Elektrorollers enthalten und ist damit fahrzeugbezogen, berichtete der Konsumentenschutzverband Assoutenti. Die Prämie für eine Basisversicherung liegt demnach zwischen 35 und 55 Euro pro Jahr.

Mit zusätzlichen Leistungen kann sie auf bis zu 150 Euro jährlich steigen. Nach Berechnungen von Assoutenti entstehen den Halterinnen und Haltern durch die neue Versicherungspflicht jährlich Zusatzkosten von insgesamt rund 50 Millionen Euro.

Kritik an unzureichenden Kontrollen

Assoutenti-Präsident Gabriele Melluso kritisierte unzureichende Kontrollen auf den italienischen Straßen. Zwar würden neue gesetzliche Pflichten eingeführt, grundlegende Vorschriften der Straßenverkehrsordnung wie die Helmpflicht oder das Verbot, Elektroroller zu zweit zu benutzen, würden in vielen Städten jedoch weiterhin kaum überwacht. Zugleich forderte er die italienische Regierung auf, Preissteigerungen bei den Versicherungsangeboten zu verhindern.

Die Zahl der E-Scooter auf den italienischen Straßen hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Sie sind in Kunststädten wie Rom und Florenz bei Touristen beliebt, um die Stadt schnell und flexibel zu erkunden. Seit Ende 2024 gilt in Italien Helmpflicht für E-Scooter.

apa/stol

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