Am vergangenen Wochenende führten die Beamten der Finanzpolizei von Salò und Iseo gezielte Kontrollen durch. Dabei überprüften sie insgesamt 21 Außenbordmotoren, die auf ebenso vielen Booten von Vermietungsunternehmen montiert waren. Die überprüften Motoren hatten eine Leistung von 40 PS oder weniger.
Bei dieser Motorenkategorie muss der Fahrer nicht im Besitz eines Bootsführerscheins sein. Bei den Kontrollen stellten die Einsatzkräfte jedoch fest, dass 33 Prozent der überprüften Boote mit sogenannten „40-PS-Motoren“ ausgestattet waren, deren tatsächliche Leistung illegal erhöht worden sei.
Die technischen Untersuchungen an Bord ergaben, dass Teile der kontrollierten Motoren strukturell verändert worden seien. Durch diese Manipulationen könnten die Boote höhere Geschwindigkeiten erreichen, als ursprünglich vorgesehen.
Nach Angaben der Finanzpolizei stellt dies ein Sicherheitsrisiko für die Schifffahrt dar. Die betroffenen Boote werden häufig von Menschen genutzt, die über wenig oder keine Erfahrung auf dem Wasser verfügen, die Vorfahrtsregeln auf Seen nicht kennen und mögliche Gefahren nicht richtig einschätzen können.
Als Folge der Kontrollen beschlagnahmten die Beamten vorsorglich fünf Außenbordmotoren sowie die dazugehörigen Boote. Vier der beschlagnahmten Boote befanden sich am Gardasee, eines am Iseosee.
Gegen die gesetzlichen Vertreter der Vermietungsfirmen sowie gegen die verantwortlichen Privatpersonen wurden außerdem Verwaltungsstrafen von insgesamt mehr als 22.000 Euro verhängt. Die Verstöße betrafen das italienische Schifffahrtsgesetz, das Gesetz über die Sport- und Freizeitschifffahrt sowie das Gesetz über private Versicherungen.


