Eine Manie zeigt sich unter anderem durch starke Überaktivität, wenig Schlaf, ungewöhnliches Selbstbewusstsein, Euphorie oder Gereiztheit. Betroffene können Grenzen überschreiten, leichtfertig Geld ausgeben oder Größenideen entwickeln. Das Problem: Sie selbst fühlen sich laut Pycha häufig gesund und erkennen ihre Erkrankung nicht.
Manische Phasen können Teil einer bipolaren affektiven Störung sein und von depressiven Tiefs abgelöst werden. Rund drei Prozent der Bevölkerung erleben laut Pycha im Laufe ihres Lebens mehr oder weniger ausgeprägte manische Zustände.
Bei der Behandlung können auch Psychopharmaka eine wichtige Rolle spielen. Dabei gelte: „So wenig wie möglich, so viel wie nötig.“ Gespräche, Struktur und Schlafregulierung seien vorzuziehen, wenn sie ausreichen. Bei einer ausgeprägten Manie könnten Medikamente jedoch Betroffene stabilisieren und vor den Folgen der Erkrankung schützen.
Entscheidend sei eine möglichst frühe Behandlung. In schweren Fällen könne laut Pycha auch eine Behandlung gegen den aktuellen Willen notwendig werden.


