„Die bäuerliche Arbeit prägt seit Jahrhunderten unsere vielfältige Kulturlandschaft. Sie dient nicht nur der Produktion hochwertiger Lebensmittel, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Pflege und zum Erhalt wertvoller Lebensräume“, betont SBB-Landesobmann Daniel Gasser in einer Aussendung.
Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie hat der Südtiroler Bauernbund ein eigenes Leuchtturmprojekt zur Förderung der Biodiversität in der Kulturlandschaft gestartet. Ziel ist es, praxisnahe Maßnahmen sichtbar zu machen und bäuerliche Betriebe bei deren Umsetzung zu unterstützen.
Eine neue Broschüre informiert künftig über konkrete Möglichkeiten zur Förderung der Artenvielfalt wie Heckenpflanzungen, die Anlage von Teichen, das Errichten von Steinhaufen oder das Anbringen von Nistkästen. Solche Strukturen bieten zahlreichen Tierarten Rückzugsräume und fördern die ökologische Vielfalt auf landwirtschaftlichen Flächen.
„Landwirtschaft ist unverzichtbarer Partner beim Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen“
Darüber hinaus sind in den kommenden Monaten weitere Betriebsbesichtigungen geplant. Sie sollen erfolgreiche Beispiele aus der Praxis aufzeigen und den Austausch unter Bäuerinnen und Bauern fördern.Ein gelungenes Beispiel liefert die Ortsgruppe Burgstall: Dort wurde im vergangenen Jahr eine rund 600 Quadratmeter große brachliegende Fläche in eine Blühwiese umgewandelt. Damit wurden gezielt Lebensräume für Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber geschaffen.
Ein weiteres erfolgreiches Beispiel ist das Projekt „Wiesenbrüter“ des Ressorts Landwirtschaft. Das seit mehreren Jahren auf der Malser Haide umgesetzte Vorhaben wird inzwischen auch im oberen Pustertal fortgeführt. Rund 40 Landwirte mähen ihre Wiesen dort bewusst erst einige Wochen später, um bodenbrütenden Vogelarten während der Brutzeit Schutz zu bieten. Für die damit verbundenen Ernteausfälle erhalten die Betriebe eine finanzielle Entschädigung durch das Land.
„Die bäuerliche Landwirtschaft ist und bleibt ein unverzichtbarer Partner beim Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen“, unterstreicht der Südtiroler Bauernbund abschließend.


