Autofahrer festgenommen
Mehrere Passanten verfolgten den Mann und konnten ihn daraufhin überwältigen. „Sie haben großen Mut gezeigt, ihnen gilt mein Dank“, sagte Mezzetti. Der Mann wurde festgenommen und soll von der Polizei befragt werden. Vor Ort standen die Rettungskräfte im Großeinsatz. Die Hintergründe des erschütternden Vorfalls sind noch unklar.Fahrer stand nicht unter Drogen- oder Alkoholeinfluss
Medienberichten zufolge hat der Mann, der in Modena lebt, einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften. Hinweise darauf, dass er unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand, gebe es derzeit nicht. Seine Wohnung wurde durchsucht. Ersten Angaben zufolge soll er keine Verbindungen zu fundamentalistischen Kreisen haben, er gelte jedoch als psychisch instabil, hieß es.
Verletzte in Krankenhäuser von Modena und Bologna gebracht
Die Verletzten sind fünf Frauen und drei Männer. Im Krankenhaus Baggiovara in Modena werden zwei Frauen im Alter von 53 und 69 Jahren mit schweren Verletzungen behandelt. Ein 69-Jähriger erlitt weniger schwere Verletzungen. Die schwerste Verletzung weist laut den Behörden eine 55-Jährige auf, die im Krankenhaus Maggiore in Bologna behandelt wird. Ebenfalls auf der Intensivstation liegt dort ein 52-Jähriger. Sein Zustand sei ernst, aber weniger besorgniserregend als zunächst angenommen. Drei weitere Verletzte – eine 27-Jährige, eine 71-Jährige und ein 47-Jähriger – werden in der Poliklinik von Modena mit nicht lebensgefährlichen Verletzungen behandelt.Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni drückte den Verletzten ihre Anteilnahme aus. „Was heute in Modena geschehen ist, ist äußerst schwerwiegend“, schrieb Meloni in sozialen Netzwerken. Sie sprach den Verletzten und deren Familien ihre Nähe aus und dankte zugleich den Bürgern, die „mutig eingegriffen haben, um den Verantwortlichen zu stoppen“, sowie den Sicherheitskräften für ihren Einsatz. Meloni erklärte zudem, sie habe mit Bürgermeister Mezzetti telefoniert und stehe in ständigem Kontakt mit den Behörden, um die Entwicklung der Lage zu verfolgen. Sie äußerte die Erwartung, dass der Täter „vollumfänglich für seine Taten zur Verantwortung gezogen“ werde.

