Sonntag, 30. August 2026

Nach 53 Jahren: Seltener Schmetterling in Matsch wiederentdeckt

Eine in Südtirol äußerst seltene Schmetterlingsart ist nach mehr als fünf Jahrzehnten im Obervinschgau wieder nachgewiesen worden. Ein Weibchen und ein Männchen des Südlichen Flockenblumen-Grünwidderchens wurden bei einer gemeinsamen Exkursion nahe Matsch entdeckt.

Eine verschollene Schmetterlingsart wurde nach 53 Jahren in Matsch wiederentdeckt. - Foto: © Joachim Winkler

Nach 53 Jahren wurde die Schmetterlingsart Südliche Flockenblumen-Grünwidderchen (Jordanita budensis) in Matsch wiederentdeckt, erklären Naturforscher in einer Aussendung. 1973 wurde die Art am Eingang des Matschertales vom Südtiroler Schmetterlingsforscher Fred Hartig gefunden.

Das besondere: Das Vorkommen der Art galt im zentralen Ostalpenraum als äußerst unwahrscheinlich. Der gefundene Schmetterling wurde von Spezialisten des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum in Innsbruck bestimmt, darunter war der Schmetterlingsforscher Gerhard Tarmann.

Seither suchte Tarmann in Matsch nach weiteren Exemplaren und nach 53 Jahren waren seine Anstrengungen mit Erfolg gekrönt. Bei einer gemeinsamen Exkursion mit dem Malser Biologen Joachim Winkler, konnten im Bereich des Ackerwaals nördlich von Matsch ein Weibchen und ein Männchen dieser seltenen Art wiederentdeckt werden. Wie weiters in der Aussendung erklärt wird, sei der Obervinschgau mit 1.000 Schmetterlingsarten eine der biodiversesten Gebiete Europas.

stol

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