Alarmiert wurde die Bergrettung gegen 7 Uhr morgens. In der Landesnotrufzentrale war ein Anruf aus Regensburg eingegangen, nachdem eine junge Frau in Bayern die Unterstützung der Einsatzkräfte angefordert hatte. Ihr Partner hatte auf dem Spatzen Open Air in Seis gefeiert und sich auf dem Heimweg im Wald verirrt. Als er in unwegsamem Gelände nicht mehr weiterkam, informierte er seine Freundin, die von Deutschland aus den Notruf absetzte.
Die Bergrettung Seis machte sich umgehend auf die Suche nach dem Vermissten. Dabei versuchten die Einsatzkräfte zunächst, sich anhand eines mitgeschickten Standorts zu orientieren – jedoch ohne Erfolg. Mithilfe von Freunden gelang es ihnen schließlich, Kontakt zu dem Mann aufzunehmen, welcher trotz niedrigen Akkustands und schlechten Empfangs ein neues Signal senden konnte. Zum Glück – denn selbst der Drohnenpilot der Bergrettung hatte den Verunglückten aus der Luft nicht orten können.
Also seilten sich die Bergretter zu dem offenbar angetrunkenen Mann ab. Dieser hatte sich beim Gang durch das Gestrüpp am Fuß verletzt und musste deshalb mit dem Notarzthubschrauber Pelikan 1 per Seilwinde geborgen und auf die Wiese nahe des Kirchleins in St. Konstantin gebracht werden. Dort wurde er erstversorgt und anschließend von den Sanitätern des Weißen Kreuzes ins Krankenhaus nach Bozen gebracht.


