Samstag, 22. August 2026

Nach Tod von Vierjähriger in Palermo: Ermittlungen gegen Eltern

Nach dem Tod eines viereinhalbjährigen Mädchens in Palermo ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Eltern wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Das Kind war ersten Informationen zufolge nicht gegen Diphtherie geimpft. Ob die Krankheit tatsächlich die Todesursache war, soll nun eine Obduktion klären.

Nach dem Tod eines vierjährigen Mädchens in Palermo besteht der Verdacht, dass dieser durch eine Diphtherie-Infektion herbeigeführt worden sein könnte – nun gerieten die Eltern des Mädchens ins Visier der Justiz. Die Minderjährige soll nämlich nicht geimpft worden sein. - Foto: © shutterstock



Unterdessen wurde bei einem vierjährigen Cousin des Mädchens Diphtherie nachgewiesen. Der Bub befindet sich im Krankenhaus, sein Zustand ist nach Angaben der Ärzte jedoch nicht ernst. Er soll zumindest einen Teil der vorgesehenen Impfungen erhalten haben und zeigt bislang nur leichte Symptome.

Epidemiologische Untersuchung eingeleitet

Die Gesundheitsbehörden haben eine epidemiologische Untersuchung eingeleitet und erfassen mögliche Kontaktpersonen. Rund 20 Angehörige der Familie ließen sich bereits impfen. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Impfungen in Palermo stark gestiegen.

Die Behörden betonen, dass das Risiko einer größeren Ausbreitung derzeit als gering eingeschätzt wird. Im Mittelpunkt stehen vor allem Personen, die Kontakt mit dem Mädchen hatten und keinen oder keinen vollständigen Impfschutz besitzen.

ansa

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