„Mit der Gesundheitshotline 116117 schaffen wir einen einfachen und gut vernetzten Zugang zur Gesundheitsversorgung. Patientinnen und Patienten erhalten unkompliziert rasch Rat und Orientierung und gelangen schneller zur richtigen Hilfe“, betonte Gesundheitslandesrat Hubert Messner.
Die neue Rufnummer stärke die wohnortnahe Gesundheitsversorgung, unterstrich Generaldirektor Christian Kofler. Zudem soll der neue Dienst dazu beitragen, unnötige unangemessene Zugänge zu Notaufnahmen zu vermeiden, sagte Sanitätsdirektor Josef Widmann.
„Die Hotline richtet sich an Menschen mit gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden, die medizinische Hilfe, Beratung oder Orientierung benötigen, ohne dass eine akute Lebensgefahr besteht“, erklärte Pflegedirektorin Marianne Siller. „In Notfällen bleibt weiterhin die Rufnummer 112 die richtige Anlaufstelle“, unterstrich Pflegedienstleiterin Astrid Santoni.
Die Leitstelle der Gesundheitshotline befindet sich am Krankenhaus Bozen und arbeitet rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. „Unser Auftrag ist es, Menschen schnell, verlässlich und gezielt an die richtige Stelle zu lotsen“, erläuterte Koordinator Alessio Zancanaro, der den Dienst vorstellte. 10 Disponentinnen und Disponenten nehmen die Anrufe entgegen.
Bei komplexeren Anliegen werden sie von Pflegefachkräften und Ärztinnen beziehungsweise Ärzten unterstützt. Für die Einschätzung stehen standardisierte Abläufe und digitale Werkzeuge zur Verfügung. Ziel ist es, für jedes Anliegen die passende Versorgung zu finden, sei es die Hausärztin oder der Hausarzt, ein Gemeinschaftshaus, die Betreuungskontinuität oder ein anderer Gesundheitsdienst.
Die 116117 startet zunächst als Pilotprojekt im Gesundheitsbezirk Bozen. Eingebunden sind auch die Gemeinschaftshäuser Bozen-Loew Cadonna, Klausen und Leifers. Die dabei gesammelten Erfahrungen fließen in die Weiterentwicklung des Dienstes ein. In einem zweiten Schritt wird die Gesundheitshotline auf ganz Südtirol ausgeweitet.


