Immer mehr Eltern spüren, dass die Frage „Wann bekommt mein Kind ein Smartphone?“ keine private Entscheidung mehr ist – sie ist eine gesellschaftliche. Denn sobald alle Klassenkameraden ein eigenes Gerät haben, ist der soziale Druck auf einzelne Familien enorm. Genau hier setzt Offline Kids Südtirol an: Wenn Eltern sich vernetzen und gemeinsam klare Grenzen setzen, wird es für jede einzelne Familie leichter.
„Ein Smartphone ist kein harmloses Spielzeug“, bringt es die Initiative auf den Punkt. Kinder nutzen es zu 99 Prozent ihrer Zeit eben nicht zum Telefonieren – sondern für Apps, soziale Medien, Chats und Videos. Eine Welt, für die sie emotionale Reife, Urteilsvermögen und Selbstvertrauen brauchen, die sich erst Schritt für Schritt entwickeln. Deshalb gilt: Je später, desto besser.
Eine Tour, die Verbindungen schafft
Die Frühlings-Infotour 2026 führte Offline Kids Südtirol durch Bruneck, Welschnofen, Pfatten, Stilfes in Freienfeld, Prags, Dorf Tirol, Prettau, Sarnthein und weitere Gemeinden. Überall das gleiche Bild: Eltern, die sich Sorgen machen, Fragen haben – und die merken, dass sie mit diesen Sorgen nicht allein sind. Experten begleiteten die Abende und gaben praktische Orientierung für den Familienalltag.Am 13. Juni 2026 lädt Offline Kids Südtirol zum großen Kids Festival auf dem Festplatz Unterinn ein. Ab 10 Uhr erwartet Familien mit Kindern von 0 bis 14 Jahren ein buntes Programm: Tanzshow, Malecke, Kinderschminken, Grillen, Vorleseecke, Tanzworkshop und vieles mehr. Von 14 bis 16 Uhr findet eine Talentshow statt. Anmeldungen sind möglich unter [email protected].
Das Festival steht unter dem Motto: „Weil man offline so viel erleben kann.“ Es ist eine Einladung an alle Familien, gemeinsam zu zeigen, wie reich und lebendig das Leben ohne Bildschirm sein kann.
Im Herbst 2026 wird die Infotour fortgesetzt. Weitere Gemeinden und Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Offline Kids Südtirol ist eine Elterninitiative – gegründet von Menschen, die keine perfekten Antworten haben, aber die richtigen Fragen stellen. Wer mitmachen, sich vernetzen oder das Bewusstsein in seiner Gemeinde stärken möchte, ist herzlich eingeladen: als Mitglied, als Unterstützer, als Gesprächspartner in der eigenen Schulklasse.


