Der Sommer 2026 hat erneut deutlich gemacht, dass die Klimakrise längst Realität ist. In Südtirol folgten auf extreme Hitzeperioden und zahlreiche Tropennächte Phasen mit Wasserknappheit und Einschränkungen beim Trinkwasser. Gleichzeitig führten Starkniederschläge zu Vermurungen und Schäden. Europaweit verbrannten große Waldflächen, während die extreme Hitze auch für Menschen und Tiere tödliche Folgen hatte, so die Plattform in einer Aussendung.
„Dieser Sommer hat uns erneut deutlich vor Augen geführt, dass die Klimakrise keine abstrakte Zukunftsfrage ist. Wasserknappheit, extreme Hitze und Starkregen sind längst Realität. Darauf dürfen wir nicht mit Resignation reagieren. Jetzt braucht es erst recht einen verbindlichen politischen Rahmen, der konkrete Maßnahmen ermöglicht und sicherstellt, dass Südtirol sein Ziel der Klimaneutralität bis 2040 tatsächlich erreicht“, betont die Plattform „Für ein starkes Landesklimagesetz“.
„Jetzt handeln“
Beim Treffen hat die Plattform den bisherigen Stand der Arbeiten gemeinsam bewertet und die nächsten Schritte beraten. In Gesprächen mit mehreren politischen Vertreter*innen, insbesondere mit dem zuständigen Landesrat Peter Brunner, konnte im Vorfeld geklärt werden, dass ein Landesklimagesetz auch politisch gewollt ist.Auch Landesrätin Pamer hat sich bereits öffentlich für die Notwendigkeit eines solchen Gesetzes ausgesprochen. Das Anliegen stößt zudem auf offene Ohren bei mehreren Wirtschaftsorganisationen. Ein starkes Landesklimagesetz schafft für Unternehmen Planungssicherheit und klare Rahmenbedingungen. Dadurch können sie frühzeitig in klimafreundliche Technologien und Geschäftsmodelle investieren. Die notwendigen Veränderungen bringen so Innovationen, Wettbewerbsvorteile und neue Marktchancen hervor.
Aus Sicht der Plattform ist die Zeit reif, konkrete Schritte zu setzen. Gleichzeitig besteht noch erheblichen Handlungsbedarf. Ein konkreter Zeitplan des Landes liegt bislang nicht vor, ebenso wenig sind die wesentlichen Eckpunkte des derzeit vom Land noch auszuarbeitenden Gesetzesentwurfs bekannt.
Die Plattform will diesen Prozess zwar konstruktiv begleiten, pocht aber darauf, dass das Land einen klaren gesetzlichen Rahmen für wirksamen Klimaschutz auf Landesebene schafft. Ein bloß „abstraktes Rahmengesetz“ – wie in Aussicht gestellt – ist zu wenig. Nur mit verbindlichen Zielen, klaren Maßnahmenprogrammen, effizienten Verfahren und strenger Rechenschafts- und Korrekturpflicht wird Südtirol auf den Weg zur Klimaneutralität in 14 Jahren kommen. Die Plattform fordert daher, dem Gesetz deutlich mehr Priorität zu geben, sowie für klare Termine und einen raschen Ablauf zu sorgen.„


