Samstag, 18. April 2026

Rattengift: Erpressung bei Babynahrung-Hersteller Hipp

Unbekannte erpressen den Babynahrungshersteller Hipp nach Angaben österreichischer Behörden mit einer Rattengiftdrohung. Betroffen seien insgesamt drei Supermärkte in Österreich und Tschechien, berichtete die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) am Samstagabend.

Der Babynahrungshersteller Hipp hat in Österreich sein gesamtes Sortiment aus den Spar-Supermärkten zurückgerufen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Gläser mit Karotte und Kartoffel manipuliert worden seien, teilte das Unternehmen mit. - Foto: © APA / TOBIAS STEINMAURER

Das Unternehmen hatte bereits am Freitagabend sein gesamtes Sortiment in Österreich aus den Spar-Supermärkten zurückgerufen.

„Der Verzehr eines solchen Gläschens kann lebensgefährlich sein“, warnte es. Ein Hipp-Sprecher sprach von einem „externen kriminellen Eingriff“.

Die österreichischen Spar-Supermärkte hatten vorsichtshalber alle Hipp-Produkte aus den Regalen genommen.

Wie Ages nun mitteilte, war von der Drohung „nach derzeitigem Erkenntnisstand“ eine Spar-Filiale in Eisenstadt betroffen, ebenso wie zwei Tesco-Filialen in Tschechien. Die manipulierten Gläschen sollen mit weißem Aufkleber und rotem Kreis gekennzeichnet worden sein. Unter den sichergestellten Gläschen in Österreich sei kein manipuliertes Produkt gewesen, berichtete die Polizei im Bundesland Burgenland.

dpa/stol

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