Mittwoch, 1. Juli 2026

Russland beschießt Tankstellen in Ukraine: Frau getötet

Russische Luftangriffe haben im ukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk über Nacht fünf Tankstellen getroffen. Mehrere Brände seien am Dienstag ausgebrochen, teilte der Gouverneur des Gebiets, Oleksandr Hanscha, auf Telegram mit. Eine Frau sei getötet worden, außerdem gebe es drei Verletzte.

Mittlerweile dominieren Drohnen den Ukraine-Krieg (Archivbild). - Foto: © APA/AFP / YURIY DYACHYSHYN

In der Nacht zuvor waren Angriffe auf Tankstellen aus dem nördlichen Gebiet Sumy gemeldet worden. Der ukrainische Branchendienst Naftorynok hat seit April bereits mehr als 140 solcher Attacken gezählt.

Sie wirken wie eine Antwort auf die zunehmende Treibstoffkrise in Russland - zunächst auf der besetzten Schwarzmeer-Halbinsel Krim, dann auch in vielen anderen Regionen. Im Land des Angreifers ist Benzin knapp geworden wegen ukrainischer Treffer auf Raffinerien und Versorgungswege. Russland, ein Großexporteur von Öl, führt deshalb nach Kreml-Angaben Gespräche über mögliche Treibstoffimporte.

Ihrerseits griffen die ukrainischen Streitkräfte in den Morgenstunden die russische Stadt Pensa an. Sie liegt südöstlich von Moskau und etwa 550 Kilometer von der Ukraine entfernt. Die Gebietsverwaltung bestätigte einen Angriff, äußerte sich aber nicht zu Schäden.

Augenzeugen berichteten in Sozialen Medien von Rauchsäulen über einem oder mehreren Rüstungsbetrieben. Als Zielorte genannt wurden eine Kugellagerfabrik und ein Institut für Elektromechanik, das Navigationshilfen für Flugzeuge und Raketen entwickelt. Offizielle Bestätigungen gab es nicht.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte auf dem Portal X einen Angriff auf einen Rüstungsbetrieb in Pensa, der Raketenteile entwickle und herstelle. Er berichtete außerdem von einem Angriff auf die Raffinerie von Ufa am Ural, die 1.300 Kilometer von der Ukraine entfernt liegt.

Russland führt seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

apa

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