Nach der Schlägerei am gestrigen Nachmittag in der Bozner Altstadt leitete das Polizeipräsidium umgehend Ermittlungen ein. Die Staatspolizei konnte im Zuge ihrer Arbeit drei ausländische Staatsangehörige als Beteiligte identifizieren. Parallel dazu setzte die Ausländerbehörde Ausweisungsverfahren gegen die Betroffenen in Gang.
Um die Sicherheitslage sichtbar zu stabilisieren, ordnete der Bozner Quästor Giuseppe Ferrari einen Sondereinsatz nach dem Modell „Hohe Wirkung“ an. Dieser dauerte bis in die späten Abendstunden. Beteiligt waren neben der Staatspolizei auch Carabinieri, Finanzpoliezi, Stadtpolizei sowie Einheiten des Heeres. Gemeinsam kontrollierten sie verstärkt stark frequentierte Plätze sowie besonders sensible Bereiche der Innenstadt.
Aggressiver Vorfall auf dem Pfarrplatz
Im Zuge des Einsatzes schritten die Beamten auf dem Pfarrplatz ein, nachdem ein Mann aggressiv auf einen Mitarbeiter eines Lokals losgegangen war. Der 24-jährige marokkanische Staatsbürger konnte wenig später in der Kapuzinergasse gestoppt werden.Die ersten Ermittlungen ergaben, dass der Mann – ein vorbestrafter Asylbewerber – sowohl einen Angestellten als auch einen Gast einer Bar bedroht hatte. Nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Maßnahmen wurde er wegen schwerer Bedrohung sowie wegen Besitzes anstößiger Gegenstände angezeigt.
Versuchter Diebstahl auf dem Obstplatz
Ein weiterer Vorfall ereignete sich vor einem Restaurant auf dem Obstplatz. Einsatzkräfte des Kommandos „High Impact“ nahmen dort zwei mutmaßliche Täter fest. Die beiden marokkanischen Staatsbürger im Alter von 26 und 24 Jahren, ebenfalls Asylbewerber mit Vorstrafen, hatten versucht, einem Kellner die Tageseinnahmen zu entwenden.Der Diebstahl scheiterte jedoch am schnellen Eingreifen des Opfers. Die beiden Männer wurden wegen versuchten Diebstahls und Bedrohung angezeigt.
Illegaler Aufenthalt: Abschiebung angeordnet
Darüber hinaus überprüften die Beamten einen 33-jährigen türkischen Staatsbürger mit Vorstrafen wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung. Dabei stellte sich heraus, dass er sich ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung in Italien aufhielt.Quästor Ferrari ordnete daraufhin seine sofortige Ausweisung an. Der Mann wurde in das Rückführungszentrum (CPR) in Bari gebracht, wo er nun auf den Abschluss des Abschiebungsverfahrens wartet.


