Die bei Ausflüglern beliebte Verbindung zwischen Partenen (Vorarlberg) und Galtür (Tirol) wurde nach Muren und Felsstürzen 2024 und 2025 gesperrt. Bereits im Herbst hieß es, die Straße werde auch 2026 nicht öffnen.
Die gut 22 Kilometer lange Straße mit der Bielerhöhe auf 2.037 Metern als höchstem Punkt ist traditionell wegen Lawinen- und Steinschlaggefahr jeden Winter gesperrt, sie öffnet üblicherweise Ende Mai oder Anfang Juni. Im Juli 2024 gingen jedoch ein Felssturz und eine Mure auf den Abschnitt zwischen den Kehren 13 und 14 nieder. Seither war die Straße für die Aufräumungs- und Sicherungsarbeiten bis auf wenige Wochen gesperrt. Weitere Schadensereignisse im Sommer 2025 brachten neue Gefährdungslagen an anderen Stellen zum Vorschein, was eine weitere Sperre und die Ausarbeitung eines Langfrist-Konzepts nötig machte, um die Sicherheit der für den Kraftwerksbetrieb und den Tourismus wichtigen Straße gewährleisten zu können.
Aufsichtsrat beschloss Langfristkonzept für Umbau
Dieses langfristige Konzept mit geologischen Modellrechnungen wurde nun vom Aufsichtsrat beschlossen. So soll die Silvretta-Hochalpenstraße in den nächsten Jahren umfassend abgesichert werden. Dazu seien in mehreren Bereichen Straßenumlegungen und der Bau von Schutzdämmen notwendig, hieß es. Nach Abschluss der Detailplanungen wollen die illwerke vkw im Sommer 2026 ins Behördenverfahren gehen, im März 2027 könnte dann der Baubeschluss gefasst werden. Binnen drei Bausaisonen 2027 bis 2029 könnte im Sommer 2030 die Wiedereröffnung für den öffentlichen Verkehr erfolgen, hieß es in der Mitteilung.Die Straße stelle eine wichtige Infrastruktur für den Kraftwerksbetrieb dar, „die Zugänglichkeit ist deshalb für uns auch zukünftig von entscheidender Bedeutung“, so Gerd Wegeler, Vorstandsmitglied der illwerke vkw. Der Energieversorger investierte nach eigenen Angaben bis 2025 bereits acht Millionen Euro in Sicherungsmaßnahmen investiert, vor allem in Dämme und Steinschlagschutznetze sowie eine teilweise Straßenverlegung. Eine Kostenschätzung für die nun anstehenden Arbeiten liegt bisher noch nicht vor, so illwerke vkw-Sprecher Andreas Neuhauser auf APA-Nachfrage.


