Jedoch kam der Angeklagte noch glimpflich davon – ihm hatte sogar eine Gefängnisstrafe gedroht. Unklar ist derweil noch, ob ihm auch der Aufenthaltstitel entzogen wird. Der Franzose besitzt einen Studentenpass und studiert an der ESSEC Business School in Singapur.
Was war passiert?
Der Student hatte im März an einem Automaten für frisch gepressten Orangensaft zunächst einen Trinkhalm aus dem Spender gezogen, diesen abgeleckt und ihn anschließend wieder zurückgesteckt. Die Szene filmte er für eine Instagram-Story.Ein Mitarbeiter des Saftautomatenbetreibers sah das viral gegangene Video und wandte sich an die Polizei. Daraufhin mussten sämtliche 500 Trinkhalme des Automaten ausgetauscht werden. Der entstandene Schaden belief sich den Gerichtsunterlagen zufolge zwar nur auf fünf Singapur-Dollar (rund 3,30 Euro) – jedoch sorgte der Fall landesweit für Aufsehen.
Wegen Störung der öffentlichen Ordnung drohten dem Franzosen bei einem Schuldspruch eine mehrmonatige Gefängnis- oder eine Geldstrafe – oder beides. Jedoch hatte er sich vor Gericht reumütig gezeigt: Sein Anwalt erklärte, seinem Mandanten sei inzwischen bewusst geworden, dass eine vermeintlich harmlose und spielerische Aktion weitreichende Folgen haben könne.


