Der Streik stört den Alltag der Südtiroler über zwei Tage hinweg empfindlich. Den Auftakt macht das Buspersonal des Verkehrsbetriebs SASA am Montagvormittag. Zwischen 9 und 12 Uhr lassen die Fahrer in Bozen, Meran und den umliegenden Tälern die Motoren ruhen.
Auch der zweistufige Protest auf den Schienen trifft Südtirol:
Am Montag stoppt die Gewerkschaft Orsa von 9 bis 17 Uhr die Regionalzüge der Trenitalia. Die Vinschger Bahn fährt in diesem Zeitfenster weiter, auch der internationale Fernverkehr rollt zunächst.
Am Montagabend um 21.18 Uhr schaltet die Protestwelle auf die landesweite Ebene um. Bis Dienstag, 8. September um 21 Uhr, bestreiken die Mitarbeiter der Betreiber SAD, Trenitalia, Trenord und Italo das gesamte Netz.
Die Transportunternehmen versuchen, das Chaos über die gesetzlich vorgeschriebenen Garantiezeiten abzufedern. Das Gesetz schützt die Pendlerströme im Berufsverkehr. Daher rollen die Busse und Züge verlässlich am Morgen von 6 bis 9 Uhr sowie am frühen Abend von 18 bis 21 Uhr.
Hinter den Ausfällen steht ein Konflikt um die Arbeitsbedingungen. Die Schienengewerkschaft Orsa verweist auf gravierende Mängel bei der Infrastruktur. Sie prangert überhitzte Glascontainer ohne Klimaanlage für das Personal in Bozen sowie defekte Toilettenschlösser an den Aufenthaltsorten am Brenner an.
Bei der SASA blockierten wiederum festgefahrene Tarifstreitigkeiten über die Aufwertung von Essensgutscheinen eine Einigung im Vorfeld. Den Fahrgästen bleibt vorerst nur der Blick auf die digitale Fahrplanauskunft. (Hier finden Sie den Link dazu.)


