Donnerstag, 11. Juni 2026

Die Südtiroler Ranger

Insgesamt 15 Südtirol Ranger sensibilisieren in der Sommersaison für das richtige Verhalten in der Natur und informieren an viel besuchten Orten wie dem Pragser Wildsee, der Seceda, an den Dolomitenpässen, beim Kirchlein Ranui und in St. Magdalena in Villnöss, auf der Seiser Alm sowie am Karer See und in der Bletterbachschlucht.

Ranger Jonas Lintner im Gespräch mit einer Besucherin im GEOPARC Bletterbach. - Foto: © GEOPARC Bletterbach/Monika Franzelin

„In den vergangenen Jahren haben der Besucherandrang und die daraus resultierenden Herausforderungen in einigen Gebieten stark zugenommen. Hier übernehmen die Südtirol Ranger eine wichtige Funktion: Sie sensibilisieren vor Ort für das richtige Verhalten in Natur und Landschaft und tragen zu deren Schutz bei, vor allem auch außerhalb der Schutzgebiete“, unterstreicht der Landesrat für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz Peter Brunner. „Sie unterstützen die Naturpark-Ranger in ihrer Tätigkeit und arbeiten auch mit dem Forstdienst des Landes zusammen.“

Schulung und einheitliche Bekleidung

Um die künftigen Südtirol Ranger auf ihre Aufgabe vorzubereiten, wurde eine zweieinhalbtägige Schulung durch Fachexperten organisiert. Dabei erwarben die Teilnehmenden grundlegendes Wissen zum Besuchermanagement und den Verhaltensregeln in Natur und Umwelt, zu den Schutzgebieten in Südtirol und ihren gesetzlichen Grundlagen, zum Dolomiten UNESCO Welterbe, zur Wetterkunde, zum Borkenkäfer und Prozessionsspinner, zur Bewusstseinsbildung durch die Naturparkhäuser und zu den Themen Kommunikation und Konfliktmanagement.

Im Rahmen einer zweieinhalbtägigen Schulung erwarben die Südtirol Alto Adige Ranger grundlegendes Wissen, um sich auf ihre Aufgabe der Besucherinformation und -lenkung in den Schutzgebieten und außerhalb vorzubereiten. - Foto: © Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung



Organisiert wurde die Fortbildung von der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung in Kooperation mit der Landesabteilung Forstdienst, die das Projekt mitträgt. Umgesetzt wird es mit Unterstützung des Landesverbandes der Tourismusorganisationen (LTS) sowie von IDM Südtirol.

„Das Pilotprojekt ist gut gestartet. Die ersten Schritte sind vielversprechend verlaufen“, unterstreicht Elisabeth Berger, Koordination Dolomiten UNESCO Welterbe in der Landesabteilung Natur, Landschaft, Raumentwicklung. Erkennbar sind die Südtirol Ranger an ihrer einheitlichen Bekleidung. Zusätzlich zur Schulung können sie sich während der Saison mit dem nächstgelegenen Naturparkhaus und der nächstgelegenen Forststation austauschen, Fachwissen vertiefen und konkrete Fälle besprechen.

Südtirol Ranger und Naturpark Ranger

Nicht zu verwechseln sind die Südtirol Ranger mit den Rangern der Naturparks Südtirols, die als Vermittler zwischen Natur und Mensch tätig sind und vom Landesamt für Natur eingestellt werden. Ihre zentrale Aufgabe ist die Sensibilisierung für den Naturschutzgedanken, den sie durch Umweltbildungsangebote und Naturschutzprojekte in den Naturparkhäusern und in den Naturparks in die Praxis umsetzen.

Die Idee zum Pilotprojekt „Südtirol Ranger“ ist am von der Landesabteilung Natur, Landschaft, Raumentwicklung, Koordination Dolomiten UNESCO Welterbe, und dem Dienstleister IDM Südtirol koordinierten Arbeitstisch der Tourismusvereine zum Dolomiten UNESCO Welterbe in Südtirol entstanden und baut auf den Erfahrungen in Prags, Gröden, Villnöss und Alta Badia auf, wo bereits Ranger im Einsatz waren.

lpa/stol

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