Sonntag, 31. Mai 2026

Tödlicher Kletterunfall im Rosengartengebiet

Zu einem tödlichen Bergunfall ist es am Samstag kurz vor Mittag im Rosengartengebiet gekommen. Ein 32-jähriger Kletterer ist auf der legendären „Via Livanos“ in der Südwestwand der Rotwand (2.806m) oberhalb der Gardeccia-Hütte abgestürzt.

Im Einsatz stand der Notarzthubschrauber Trentino Emergenza. - Foto: © ufficiostampa.provincia.tn.it

Der im Trentino wohnhafte Mann stammte aus den Abruzzen, er war gemeinsam mit seinem Bergkameraden in die knapp 500 Meter lange Kletterroute gestartet. Auf der zweiten Seillänge im Vorstieg stürzte der 32-Jährige rund 30 Meter ins Seil und schlug gegen die Felswand.

Sein Kletterpartner, der ihn sicherte, schlug sofort Alarm. Für den Bergsteiger kam jede Hilfe zu spät, die Bergrettung aus Fassa wurde mit dem Notarzthubschrauber von Trentino Emergenza zur Absturzstelle geflogen und zum verunglückten Bergsteiger abgeseilt. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Kletterers feststellen.

Der Leichnam wurde ins Tal geflogen, die Ursache für den tödlichen Absturz ist unklar.

Hintergrundinfo:
Die „Via Livanos“ im Rosengarten ist eine historische Extremkletterroute in der Südwestwand der Rotwand (2.806 m). Sie wurde 1953 vom legendären Bergsteiger Georges Livanos und Robert Gabriel erstbegangen. Sie gilt als anspruchsvolle Routen im brüchigen Gestein. Der Schwierigkeitsgrad wird mit VI+ bis VII- angegeben. Die „Via Livanos“ gilt als typischer Dolomiten-Klassiker, der viel alpine Erfahrung, Sicherungsmoral und Gespür für den Fels erfordert.

ansa/zor

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