Montag, 10. August 2026

Totes Baby im Burgenland: Fünf Anklagen eingebracht

Im Fall des im Jänner am Grenzübergang Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) tot aufgefundenen Neugeborenen hat die Staatsanwaltschaft Eisenstadt Anklage gegen die fünf Beschuldigten eingebracht, die derzeit in Untersuchungshaft sitzen.

Einer 17-Jährige wird die Tötung eines Kindes bei der Geburt vorgeworfen. - Foto: © APA/THEMENBILD / HANS KLAUS TECHT

Der damals erst 17-jährigen Mutter des Säuglings wird die Tötung eines Kindes bei der Geburt vorgeworfen, vier weiteren Familienangehörigen Beteiligung an einem Mord, erläuterte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag auf APA-Anfrage.

Die Familienangehörigen sollen unter anderem als Aufpasser fungiert und geholfen haben, Spuren am Tatort zu beseitigen. Sie werden, anders als die 17-Jährige, wegen Beteiligung an einem Mord angeklagt, weil der Paragraph 79 des Strafgesetzbuches - Tötung eines Kindes bei der Geburt - nur bei der Kindsmutter zur Anwendung kommen kann, erläuterte die Staatsanwaltschaft. Bei den Familienmitgliedern handelt es sich laut einem „Kurier“-Bericht um die Mutter, die Schwester, den Bruder und den Schwager der 17-Jährigen.

apa

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