Starke Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen von mehr als 100 mm Regen in kurzer Zeit haben in der vergangenen Nacht zu Stromausfällen, Murenabgängen, überschwemmten Kellern und einen gefährlich hohen Pegelstand der Passer geführt (STOL hat berichtet). In der Fraktion Neuhaus hat ein Gebirgsbach eine Brücke mitgerissen (sehen Sie hier das Video), die Straße zwischen Quellenhof und St. Martin ist bis auf weiteres wegen einer großflächigen Mure bei Kilometer 14,5 auf der Höhe des Sägewerks Marth gesperrt bzw. nur mit einer Einbahnregelung für Pkws über eine Umleitung auf dem Passerdamm passierbar. Für Busse und Lkws besteht ein absolutes Fahrverbot (mehr zur aktuellen Verkehrslage lesen Sie hier), wie die Gemeinde St. Martin in Passeier in einer Aussendung mitteilt.
Straßen und Wanderwege gesperrt – SS44 voraussichtlich gegen 18 Uhr wieder frei
Zur Koordination der Sofortmaßnahmen ist am Donnerstagfrüh die Gemeindeleitstelle St. Martin in Passeier unter der Leitung von Bürgermeister Dominik Alber einberufen worden. Bei einer ersten Lagebesprechung trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter aller relevanten Institutionen zur gemeinsamen Einschätzung der Situation. Neben der Sperre der SS44 sind bei dem Unwetter das Sägewerk Marth, die Lagerhalle Burggräfler Bau und die Gärtnerei SmartFlor durch Schlamm, Wasser und Geröll schwer beschädigt worden.Die Freiwillige Feuerwehr St. Martin, der Straßendienst und mehrere Privatunternehmen sind im Dauereinsatz, um die Straße schnellstmöglich zu räumen und wieder freizugeben, was voraussichtlich am heutigen Donnerstag um 18 Uhr der Fall sein wird. Länger gesperrt bleiben mehrere hochliegende Straßen, eine Öffnung kann erst in den nächsten Tagen je nach Schadenslage erfolgen. Gesperrt sind ebenfalls zahlreiche Wanderwege, darunter der Meraner Höhenweg, Matatz und die Ulfas Alm.

