Laut erster Meldung war ein einheimischer Mountainbiker auf dem Leitensteig gestürzt. Dabei handelt es sich um einen mittelschweren Wanderweg, der von Meransen nach Vals führt. Der Mountainbiker dürfte auf dem schmalen Weg an einer abschüssigen Stelle weggerutscht sein und anschließend gemeinsam mit seinem Fahrrad rund 50 Meter über steiles und steiniges Gelände abgestürzt sein.
Vorbeikommende Wanderer hörten die Hilferufe des Verunglückten. Ein Mann konnte den Verletzten erreichen und setzte den Notruf ab. Die Bergrettung Vintl rückte daraufhin mit sechs Einsatzkräften aus.
Der Mann war ansprechbar, jedoch stark verwirrt und wies mehrere sichtbare Verletzungen, vor allem Abschürfungen, auf. Aufgrund der Unfalldynamik und des stark beschädigten Fahrradhelms bestand der Verdacht auf schwerere Verletzungen. Deshalb wurde zusätzlich der Notarzthubschrauber Pelikan 2 angefordert.
Da sich die Unfallstelle in einer Lichtung befand, konnte der Notarzthubschrauber gut eingewiesen werden. Eine Notärztin wurde mittels Winde zur Unfallstelle abgelassen. Nach der Erstversorgung wurde der 71-Jährige ins Krankenhaus geflogen.
Die Bergrettung Vintl war in den vergangenen Tagen mehrfach im Einsatz. Innerhalb einer Woche mussten die Einsatzkräfte insgesamt fünf Einsätze bewältigen. Besonders arbeitsreich war der Pfingstmontag: Im Valler Tal kam es zeitgleich zu zwei Notfällen – einem medizinischen Notfall oberhalb der Fane Alm sowie einer Person mit Fußverletzung auf einem Wanderweg im Jochtal.


