Der Protest erfolgt laut Gewerkschaften „nach mehr als 18 Monaten nicht eingehaltenen Versprechungen und zahlreichen Vorschlägen, auch vorübergehender Art, die vonseiten des Unternehmens allesamt ignoriert wurden“. Hinzu komme der negative Ausgang des Schlichtungsverfahrens.
„Im Mittelpunkt des Streiks stehen die gravierenden Zustände und der fehlende Schutz sowie die mangelnde Sicherheit in den Räumlichkeiten, die dem Personal zwischen den Schichten zur Erholung und zur psychophysischen Regeneration zur Verfügung stehen“, schreiben die Gewerkschaften in einer Presseaussendung.
Die wichtigsten angeprangerten Missstände:
Bozen: Seit eineinhalb Jahren verfügt das Personal über keinen eigenen Aufenthaltsraum. Der derzeit genutzte provisorische Bereich befindet sich in einem verglasten Eingangsbereich, der gleichzeitig als Durchgangszone dient. Er verfügt über keine Klimaanlage und hat im Sommer Temperaturen von nahezu 50 Grad Celsius erreicht.Brenner: Die Räumlichkeiten sind im Winter extremer Kälte ausgesetzt. Zugangstüren sind defekt und die für das weibliche Personal vorgesehenen Toiletten verfügen über keine funktionierenden Schlösser oder sind häufig außer Betrieb.
Trient: Völliger Stillstand bei der Sicherheitsanpassung des Lokomotivdepots, das sich in einem derart schlechten und vernachlässigten Zustand befindet, dass ein Einsturzrisiko besteht.
„Um die Sicherheit zu gewährleisten, ist es unerlässlich und notwendig, das Personal sowohl während der Arbeitszeit als auch während der Ruhezeiten zu schützen und zu sichern. Wir fordern keine Privilegien, sondern Würde, Respekt und Sicherheit für die Beschäftigten und damit auch für die Nutzer des öffentlichen Verkehrs“, heißt es in der Aussendung.


