Die Hohe Wand ist ein 3.289 Meter hoher Berg im Alpenhauptkamm an der Grenze zwischen dem österreichischen Bundesland Tirol und Südtirol. Eine Bergsteigergruppe mit vier Mitgliedern hatte sich diesen Gipfel am Mittwoch zum Ziel gesetzt. Beim Abstieg kam es dann gegen 15 Uhr – kurz bevor sie den Gletscherbereich erreichten – zur Tragödie.
Eine Steinplatte, auf die eine 58-jährige Bergsteigerin, E. R. aus Meran, trat, geriet ins Rutschen und nahm die Frau einige Meter mit. Nachkommende Steinmassen verletzten sie schwer. Ihre Bergbegleiter schlugen sofort Alarm. Zu diesem Zeitpunkt zeigte die Schwerverletzte noch Vitalfunktionen. Der Notarzthubschrauber Pelikan 2 eilte direkt an die Unfallstelle. Beim Eintreffen dort konnte der Notarzt nur mehr den Tod der Bergsteigerin feststellen.
Die Flugbesatzung flog die unverletzten Begleiter der Frau zum Pfitscher Joch, wo sich die Notfallseelsorge ihrer annahm. Mitglieder der Bergrettung Sterzing (AVS und CNSAS) begleiteten sie zurück ins Tal.
Da sich der Absturzort auf österreichischem Staatsgebiet befand, wurde die österreichische Alpin-Polizei verständigt. Diese barg den Leichnam mit dem Polizei-Hubschrauber Libelle mittels Taubergung und flog ihn nach Ginzling, einem Ort im Bezirk Schwaz in Tirol. Die österreichische Behörde leitete alle weiteren Schritte in die Wege.
Im Einsatz stand auch die Bergrettung der Finanzpolizei Sterzing.


