„Vorbild ist das erfolgreiche Modell der Stadt Trier, wo sich von Frühjahr bis Herbst wöchentlich wechselnde Weingüter präsentieren und Einheimischen sowie Gästen die Möglichkeit bieten, die Vielfalt der regionalen Weine kennenzulernen. Ein ähnliches Konzept könnte auch in Bozen umgesetzt werden“, so Konder, der auch Vize-Präsident der „Südtiroler Weinstraße“ ist. Bozen sei das Tor zur Weinstraße und zähle zu ihren wichtigsten Mitgliedern.
„Wir verfügen über hervorragende Voraussetzungen, um unsere Weinwirtschaft noch sichtbarer zu machen und den Wein als Aushängeschild unserer Region zu präsentieren. Ein Weinstand auf dem Musterplatz wäre eine Bereicherung für unsere Stadt, für den Tourismus und vor allem für unsere Winzerinnen und Winzer“, betont der Vizebürgermeister.
Er schlägt vor, den Weinstand jährlich von Anfang April bis Mitte Oktober zu betreiben. „Woche für Woche könnten sich Weingüter aus Bozen sowie den Gemeinden entlang der Südtiroler Weinstraße präsentieren und ihre Weine vorstellen. Dadurch würden sowohl Gäste als auch die Bozner die Möglichkeit erhalten, die Vielfalt und Qualität der Südtiroler Weinlandschaft direkt im Herzen der Landeshauptstadt zu erleben.“
Besonders gut füge sich diese Initiative in die aktuelle Entwicklung der Südtiroler Weinkultur ein. In Kürze werde im denkmalgeschützten Nebengebäude von Schloss Maretsch der neue Sitz des „Konsortium Südtirol Wein“ eröffnet. „Damit erhält die bedeutendste Organisation der Südtiroler Weinwirtschaft eine neue, repräsentative Heimat im Herzen Bozens“, unterstreicht Konder. Neben der touristischen Attraktivität würde ein Weinstand „auch einen wichtigen Beitrag zur Belebung des historischen Zentrums leisten und regionale Wertschöpfung fördern. Gleichzeitig könnte er als Schaufenster für die Südtiroler Weinwirtschaft dienen und die enge Verbindung zwischen Stadt und Umland unterstreichen.“
Konder kündigt an, das Projekt bei einer der nächsten Sitzungen des Vorstandes der Südtiroler Weinstraße einzubringen und gemeinsam mit den Vertretern der anderen Weinstraße-Gemeinden zu diskutieren.


