Beim Eintreffen der Feuerwehr befand sich noch eine Person in der Brandwohnung. Ein Atemschutztrupp rückte sofort zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vor. Die Frau wurde aus der stark verrauchten Wohnung zunächst auf den Balkon gebracht und anschließend über die Drehleiter gerettet. Sie erlitt eine schwere Rauchgasvergiftung und wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert.
Das Wohnzimmer stand bereits in Vollbrand. Möbelstücke waren großteils vollständig abgebrannt, durch die enorme Hitzeentwicklung lösten sich Putz- und Ziegelteile von der Decke. In der Wohnung fanden die Einsatzkräfte zudem zwei Sauerstoffflaschen, die umgehend ins Freie gebracht und gesichert wurden.
Aus den übrigen Wohnungen mussten vier weitere Personen gerettet werden, darunter ein Kind. Auch sie wurden zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus gebracht. Das gesamte Stiegenhaus war stark verraucht, weshalb das Gebäude vollständig kontrolliert und alle Bewohner vorsorglich evakuiert wurden.
Mithilfe von Überdruckbelüftern wurde das Haus entraucht. Insgesamt wurden fünf Personen ins Krankenhaus eingeliefert. Die betroffene Wohnung ist derzeit unbewohnbar, im Stiegenhaus entstanden Rauchschäden. Nach Abschluss der Maßnahmen konnten die übrigen Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.
Neben den Feuerwehren standen auch die Carabinieri, das Weißes Kreuz, das Rote Kreuz sowie der Rettungsdienstkoordinator im Einsatz. Die Brandursache ist momentan noch unklar.
Zweiter Einsatz in derselben Nacht
Im weiteren Verlauf der Nacht kam es zu einem weiteren Brandeinsatz für die Freiwillige Feuerwehr Meran. In der Goethestraße hatte ein Mann in einem Mehrparteienhaus an zwei Wohnungstüren Feuer gelegt.Die Carabinieri trafen den mutmaßlichen Brandstifter auf frischer Tat an und konnten den Entstehungsbrand mittels Pulverlöscher bereits vor unserem Eintreffen eindämmen.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung – insbesondere im obersten Stockwerk, wo Brandmelder ausgelöst hatten – wurde das gesamte Gebäude durch unsere Einsatzkräfte entraucht und sämtliche Wohnungen kontrolliert.
Durch das rasche Eingreifen aller beteiligten Organisationen konnte in beiden Fällen eine weitere Ausbreitung der Brände verhindert und größerer Schaden vermieden werden.

