Donnerstag, 9. Juli 2026

UNESCO verlängert Lehrstuhl an Eurac Research bis 2030

Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat den UNESCO-Lehrstuhl für Interdisziplinäre Antizipation und Global-Lokale Transformation an Eurac Research bis Ende 2030 verlängert. Damit bestätigt sie das Bozner Forschungszentrum als Teil ihres weltweiten Netzwerks von Einrichtungen, die zu gesellschaftlich relevanten Zukunftsfragen forschen und durch den Dialog zwischen Wissenschaft, Bildung und Gesellschaft die Wissensvermittlung fördern.

Politikwissenschaftler und Soziologe Roland Benedikter ist Inhaber des Lehrstuhls. - Foto: © privat

UNESCO-Lehrstühle zeichnen Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus, die sich für die Ziele der UNESCO in den Bereichen Wissenschaft und Bildung engagieren. Weltweit gibt es rund tausend solcher Lehrstühle.

Der UNESCO-Lehrstuhl an Eurac Research wird vom Politikwissenschaftler und Soziologen Roland Benedikter geleitet. Er befasst sich mit den gesellschaftlichen Folgen technologischer Entwicklungen und langfristiger Transformationsprozesse. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich globale Entwicklungen auf Regionen auswirken und wie wissenschaftliche Erkenntnisse Orientierung für Entscheidungen in Politik, Bildung und Gesellschaft geben können.

„Die Verlängerung des UNESCO-Lehrstuhls ist eine Auszeichnung für Eurac Research und den Forschungsstandort Südtirol. Sie zeigt, dass die Themen, an denen unsere Forschenden arbeiten, international relevant sind, und eröffnet neue Möglichkeiten für den Austausch mit Partnern weltweit“, sagt Stephan Ortner, Direktor von Eurac Research.

Seit seiner Einrichtung im Jahr 2022 hat der Lehrstuhl ein internationales Netzwerk mit UNESCO-Lehrstühlen und Forschungseinrichtungen aufgebaut, Forschungskooperationen initiiert und sich an UNESCO-Programmen beteiligt. Ein Schwerpunkt ist die sogenannte Futures Literacy – die Fähigkeit, unterschiedliche Zukunftsszenarien zu verstehen und dieses Wissen für bessere Entscheidungen in der Gegenwart zu nutzen. Dazu gehören unter anderem internationale Vortragsreihen, Forschungskooperationen sowie Formate, die den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft fördern.

„Die Verlängerung gibt uns die Möglichkeit, unsere internationale Zusammenarbeit weiter auszubauen und gemeinsam mit unseren Partnern neue Perspektiven für den Umgang mit gesellschaftlichem Wandel zu entwickeln“, erklärt Roland Benedikter, Leiter des UNESCO-Lehrstuhls an Eurac Research.

stol

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