Kolesnikowa verglich eine freie Gesellschaft mit einem Orchester, in dem gegenseitiges Zuhören essenziell sei. Nicht allein das Äußern von Meinungen, sondern vor allem das Aufeinander-Hören halte die Demokratie lebendig: „Sprechen ist ein Recht. Zuhören ist Verantwortung. Genau dort beginnt Demokratie“, so die 44-Jährige, die für ihre Rede nicht nur immer wieder Zwischenapplaus erntete, sondern an deren Ende auch Standing Ovations.
Auch mit Blick auf den technologischen Wandel und künstliche Intelligenz mahnte die Künstlerin zur Wahrung menschlicher Werte: „Die Zukunft entscheidet sich nicht daran, wie intelligent unsere Maschinen werden, sondern daran, wie menschlich wir bleiben.“
Zwischen musikalischen Darbietungen des Mozarteumorchesters Salzburg unter der Leitung des belarussischen Dirigenten Vitali Alekseenok, die neben den obligaten Hymnen (unter Mitwirkung des Theater Kinderchors) auch Werke von Édouard Lalo, Olivier Messiaen und Lili Boulanger umfassten, widmeten sich auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) und Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) in ihren Reden Themen wie Demokratie, Heimat und Freiheit und würdigten Kolesnikowas Leistungen.


